24-Stunden-Pflege braucht mehr Geld!

Presseaussendung der Bundesvertretung 9 - Gesundheits- u. Sozialberufe - in der GÖD!

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Bundesvertretung 9 -
Gesundheits- und Sozialberufe in der GÖD - Johann Hable fordert Bund, Länder und Gemeinden auf, rasch zu einem Finanzierungskonzept für die 24-Stunden-Betreuung bzw. 24-Stunden-Pflege zu kommen.

Es ist nicht zu verstehen, wenn am Donnerstag die Bundesregierung stolz den Einsatz von zusätzlichen Milliardenbeträgen aus dem Budget für Schiene, Straßenverkehr und Gebäude verkündet und am Sonntag der selben Woche erklären die Regierungsvertreter, keine wesentlichen finanziellen Mittel für die 24-Stunden Betreuung zur Verfügung stellen zu können.

Vielmehr sollen die älteren bzw. betreuungsbedürftigen Mitbürger und ihre Verwandten zu (noch) stärkerer Kostenbeteiligung aufgefordert werden.

Dabei vergisst der Sozialminister, dass schon derzeit die Einkommen der Bürgerinnen und Bürger oftmals bis auf das Existenzminimum reduziert werden, wenn sie sich an den Kosten für die Pflege und Betreuung zu Hause oder im Heim beteiligen müssen.

Hable: Stop: Die BürgerInnen dürfen nicht weiter zur Kasse gebeten werden.

Hable lehnt die derzeit in Begutachtung befindlichen Modelle der betroffenen Ministerien ab, da diese Konzepte den betuchten Bürger bevorzugen, jedoch jenen, die sich diese Pflege nicht leisten können, keine weitreichende Hilfe angeboten wird.

Hable fordert: Vorlage eines umfassenden und verständlichen Pflegekonzeptes, das die 24-Stunden-Pflege regelt, das die leistbare Pflege zum Inhalt hat und eine Entlohnung der pflegenden Angehörigen vorsieht (Entlohnung: Aufwertung der pflegenden Angehörigen, Versicherungsschutz, Anrechnung der Pflegedienstzeiten als volle Pensionszeiten. Angemessenes Gehalt der Pflegepersonen).
Übernahme der Lohnkosten für Betreuung und Pflegepersonal - sozial gestaffelt - je nach Einkommen), in Sozialfällen den Gesamtbetrag

Menschenwürdige Dienstzeiten

Keine Betreuungstätigkeit ohne Ausbildung

Klärung der Haftungsfragen

Qualität braucht Zeit!

Mit einer halbherzigen Regelung ist niemand geholfen. Vor allem muss Pflege auch für die Bezieher niedriger Einkommen leistbar sein bzw. werden.

Habe unterstützt daher die Forderung des oö. Landeshauptmannes Dr. Josef Pühringer für eine Amnestieverlängerung in der Hauskrankenpflege!

Rückfragen & Kontakt:

Johann Hable
Vorsitzender der Bundesvertretung
Gesundheits- u. Sozialberufe
Tel.: 0664 24 35 335

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