Tumpel: Finanziellen Spielraum des Rückganges der Arbeitsuchenden für Facharbeiterausbildung nutzen

Wien (OTS) - Fast 297.000 Arbeitsuchende (rund 237.700
registrierte Arbeitsuchende und rund 59.000 SchulungsteilnehmerInnen) im März dieses Jahres sind zwar knapp 37.200 Arbeitssuchende weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, Ruhekissen ist das aber keines. Der Rückgang darf für die Regierung kein Grund sein, sich nur auf die gute Konjunkturentwicklung allein zu verlassen. "Der erfreuliche Rückgang muss Ansporn für die Politik sein, noch mehr zu tun", sagt AK Präsident Herbert Tumpel: "Die sich abzeichnende Entspannung auf dem Arbeitsmarkt muss für ein Mehr an Aus- und Weiterbildung genutzt werden. Die Einsparungen in der Arbeitslosenversicherung müssen konsequent für die Ausbildung von Facharbeitskräften eingesetzt werden." Dabei sind auch die Unternehmen gefordert - sie müssen ihre Verantwortung wahrnehmen und mehr in betriebliche Aus- und Weiterbildung investieren, sonst werden viele von ihnen den Anschluss an die Besten in Europa verlieren. Für die Jugend verlangt Tumpel, dass es 2007 keinen Jugendlichen mehr gibt, der keine Chance auf eine gute Berufsausbildung erhält. Für erwachsene Arbeitsuchende verlangt der AK Präsident noch mehr qualifizierte fachliche Ausbildung anstelle von Massenbilligkursen. Außerdem - so der AK Präsident -muss alles getan werden, um dauerhaft, auch im nächsten Jahr, für mehr Beschäftigung in Österreich zu sorgen. Die angekündigten Infrastrukturinvestitionen sind ein richtiger er-ster Schritt, um die gute Entwicklung zu stützen. "Jetzt geht es aber auch darum, die Kaufkraft in Österreich zu stärken und für mehr Inlandsnachfrage zu sorgen. Das muss ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Steuerstrukturreform sein", sagt Tumpel.

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