Neues Volksblatt: "Show" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 2. April 2007

Linz (OTS) - Die Pflege daheim, wie sie derzeit auf gut österreichisch mit zwei zugedrückten Augen praktiziert wird, kann keine Dauerlösung sein. Die Lösung des Problems brennt auf den Nägeln; schon allein deshalb, um endlich den Druck und die Verunsicherung von den Gepflegten und ihren Angehörigen zu nehmen. An Sozialminister Erwin Buchinger läge es, Lösungs- und Finanzierungsvorschläge anzubieten. Doch außer der Forderung "Die Länder sollen zahlen!" hat man von ihm bis jetzt noch nicht viel gehört.
Da sieht man, wie schnell einer, der von der Landes- in die Bundespolitik gewechselt ist, sein föderalistisch-buntes gegen ein zentralistisch-rotes Hemd vertauschen kann.
Mittlerweile müsste sich auch bis zum Sozialdemokraten Buchinger durchgesprochen haben, dass man heutzutage so nicht mehr regieren kann; dass eine Lösung erst dann eine halbwegs gute Lösung ist, wenn es dazu einen Finanzierungsvorschlag gibt, über den die Landeshauptleute zumindest reden.
Alles Andere ist nur Politshow, von der Wirkung für die Bürger nicht bedeutsamer als der öffentliche Haarschnitt eines Ministers. Eigentlich eine Beleidigung der Betroffenen, die auf eine Lösung warten!

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001