Kadenbach: Schwalben finden kaum mehr Nistplätze

Kunstnester und einfache Maßnahmen lindern die Wohnungsnot

St. Pölten, (SPI) - Die Schwalben sind sprichwörtlich die ersten Boten der warmen Jahreszeit. In der letzten Zeit kommen die grazilen Vögel aber zunehmend in Bedrängnis, da sie zu wenig geeignete Nistmöglichkeiten haben. "Wir haben die Welt in unseren Städten und Dörfern stark verändert. Die Schwalben finden nur mehr schwer feuchten Lehm, auch die Nistplätze werden immer weniger, weil es immer weniger Ställe gibt und viele Hausbesitzer die Schwalbennester an ihren Fassaden nicht dulden", erläutert die NÖ Naturschutzreferentin Landesrätin Karin Kadenbach die Problematik. Eine wichtige Initiative setzt hier der Niederösterreichische Naturschutzbund im Rahmen der Artenschutzkampagne überLeben. Er bietet Kunstnester an, um die Wohnungsnot der Schwalben zu mildern. "Die Nester sind in Handarbeit hergestellt und tragen den unterschiedlichen Bedürfnissen von Mehl- und Rauchschwalben Rechnung", so LR Kadenbach.****

Aber auch mit einfachen Mitteln kann den Schwalben ein neues zu Hause geboten werden. "Wenn man im Garten größere Pfützen mit lehmigem Untergrund anlegt und den Schwalben an der Haus- oder Stallwand ein kleines Brett als sichere Nestgrundlage anbringt, kann man den Schwalben bei der ‚Wohnungssuche’ helfen. Dafür wird man dann möglicherweise damit belohnt, dass man diese wunderbaren Tiere ganz aus der Nähe beobachten kann", so Kadenbach. Natürlich brauchen die Tiere aber auch die entsprechende Umgebung. "Nur wenn die Vögel in einer naturnahen Landschaft genug Insekten finden, können sie langfristig überleben. Auch der zu exzessive Einsatz von Chemikalien ist für die empfindlichen Tiere natürlich problematisch", gibt Kadenbach zu bedenken.

Die Kunstnester können beim Naturschutzbund Niederösterreich unter der Nummer 01/402 93 94 oder im Internet, www.naturschutzbund.at, noe@naturschutzbund.at bestellt werden.
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