Mölltaler feiern ihre Errungenschaft: den 50-Mio. Euro-Fonds

LH Haider wurde Ehrenbürger der Nationalparkregion - Einigkeit der Bürgermeister brachte Erfolg - Erträgnisse bleiben in Region und fließen in Zukunftsprojekte

Klagenfurt (LPD) - Heute, Samstag, feierte das Mölltal! Mit einem Fest im Nationalparkhaus in Großkirchheim wurde die Errungenschaft fürs Mölltal gefeiert: der Mölltal-Fonds in Höhe von 50 Mio. Euro, der vor Kurzem der Energiewirtschaft abgerungen werden konnte. Für seine Verdienste um diesen Fonds und die damit gegebene kräftige Finanzspritze fürs Mölltal erhielt Landeshauptmann Jörg Haider die Ehrenbürgerschaft der Nationalparkregion, unterzeichnet von allen Bürgermeistern der Region, verliehen.

Nach vierzig Jahren gebe es Grund zur Freude, sagte Landeshauptmann Jörg Haider und hob in diesem Zusammenhang die große Solidarität der Mölltaler hervor, die zu diesem Ergebnis geführt habe. Es sei eine günstige Gelegenheit gewesen, die aber lange vorbereitet worden war, auch die Verfassungsabteilung des Landes habe mitgeholfen, dankte Haider allen Beteiligten, insbesondere den Mölltaler Bürgermeistern sowie Kurt und Uwe Scheuch, die parteiübergreifend erfolgreich für die Sache gekämpft haben. Wäre diese Kompromisslösung zwischen Verbund, Kelag und Land nicht zustande gekommen, würde es künftig viele Prozesse geben, sagte Haider. Die 50 Mio. Euro werden umgesetzt, die Mölltaler werden über ihr Geld, konkreter über die Erträgnisse aus den veranlagten 50 Mio. Euro, selbst verfügen können. Hinzugekommen zu den Mölltaler Gemeinden, von Lurnfeld bis nach Heiligenblut, ist übrigens auch die Nationalparkgemeinde Malta, die ebenfalls von der E-Wirtschaft massiv betroffen ist.

Das Geld solle für Zukunftsprojekte mit wirtschaftlichen Impulsen und für Arbeitsplätze eingesetzt werden, ersuchte der Landeshauptmann. Darüberhinaus werde auch der ohne große Natureingriffe geplante Ausbau des Kraftwerks Reisseck II für eine wirtschaftliche Belebung im Mölltal sorgen. Der Mölltaler Schulterschluss sei jedenfalls vorbildhaft für andere Regionen, dankte und gratulierte der Landeshauptmann allen, die sich engagiert haben, um eine Abgeltung bzw. Entschädigung aus der jahrzehntelangen Wassernutzung der E-Wirtschaft zu bekommen.

Naturschutzlandesrat Uwe Scheuch überreichte dem Landeshauptmann die Ehrenbürgerschaftsurkunde, die alle Bürgermeister der Region, von Lurnfeld bis Heiligenblut sowie aus der Nationalparkgemeinde Malta, unterschrieben haben. Es sei eine besondere Qualität, dass gemeinsam für eine Sache über die Parteigrenzen hinausgehend, eingetreten worden sei, unterstrich Scheuch. Der Mölltal-Fonds sei eine riesige Errungenschaft. Er wolle weiterhin dafür kämpfen, die Region voranzubringen.

Seitens der Gemeinden bedankten sich der Großkirchheimer Bürgermeister Peter Suntinger sowie die Bürgermeister Hanspeter Schaar aus Malta und Peter Ebner aus Stall für den Einsatz des Landes. Besonderen Dank gab es für LH Haider, LR Uwe Scheuch, LAbg. Kurt Scheuch und Bgm. Peter Suntinger.

Suntinger sagte, dass heute ein besonderer Ehrentag für das Mölltal sei, es sei wie Weihnachten und Ostern zusammengenommen. Diesen Durchbruch zum Verhandlungserfolg sei vor drei Wochen niemandem zugetraut worden. Auch LAbg. Scheuch hob die Einigkeit der Mölltaler hervor und sagte, dass das Geld klug für Zukunftsprojekte verwendet werden sollte. Als Dankeschön für seinen Einsatz erhielt Scheuch vom Großkirchheimer Bürgermeister übrigens einen Gutschein für eine Gamsjagd.

Am Fest in Großkirchheim nahmen Gemeindevertreter und Bevölkerung teil, gekommen waren auch Behindertenanwalt Herbert Haupt, LAbg. Helga Knicek, Nationalparkdirektor Peter Rupitsch sowie als Vertreter der E-Wirtschaft Josef Polster vom Verbund und Konrad Weichselbraun von der Kelag. Musikalisch umrahmt wurde das Fest von der Trachtenkapelle Großkirchheim und den Roaner Buam aus Mörtschach. (Schluss)

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