Neues Volksblatt: "(von Christian Buchar)

Ausgabe vom 31. März 2007

Linz (OTS) - Ihr Parteichef richtet ihr quasi aus, wen er gerne an der Spitze der Wiener Staatsoper sehen würde. Dafür ist sie - trotz öffentlichem Interesse am Amt der Unterrichtsministerin - in der breiten Öffentlichkeit nach wie vor eine große Unbekannte. Die von Gusenbauer für die Politik geköderte Quereinsteigerin Claudia Schmied hat es nicht leicht. Im Kulturbereich durchaus Engagement ausstrahlend, blieb sie bisher schulpolitisch farblos. Für eine SPÖ, die im Wahlkampf im Schulbereich keinen Stein auf dem anderen lassen wollte, ist das mehr als überraschend - und nicht einfach auf einen unwilligen Koalitionspartner zurückzuführen. Diskussionswürdige Themen gäbe es genug: Etwa eine Verlängerung der Volksschule auf sechs Jahre. Oder Reparaturen beim verunglückten neuen Einschreibungsmodus für die Zeit nach der Volksschule. Oder die schulautonomen Tage, wo eine Ministerin - bei kaum einigungsfähigen Schulpartnern - auch Meinung und Entscheidungskraft zeigen könnte. Stattdessen kommen Ankündigungen gegen "Frontalun- terricht" (der heute ohnedies nur mehr in negativen Ausnahmefällen gepflogen wird). Da hat offenbar jemand noch nicht in die Sache gefunden.

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