Mastkaninchen: VIER PFOTEN erzielt weitere Erfolge

Nach Merkur steigen auch Spar und Adeg aus dem Verkauf von Kaninchenfleisch aus. Weitere Gespräche dauern an. Starke Resonanz auf Medienberichte.

Wien (OTS) - Auf Basis von VIER PFOTEN zugespielten Filmmaterials erklärten nach dem Rewe Konzern (Merkur) nun auch Spar und Adeg ihren Ausstieg aus dem Handel mit Kaninchenfleisch. Merkur hat bereits sein bestehendes Warenangebot österreichweit eingezogen, Spar nimmt Mastkaninchen zum 10. April aus den Regalen.

Bereits am Montag spielten VIER PFOTEN Mitarbeiter die Bilder Verantwortlichen von Rewe (Merkur) vor, die prompt reagierten und in einem Schreiben den sofortigen Rückzug aus dem Handel mit Kaninchenfleisch in Österreich zusicherten. Soeben sind auch unsere Gespräche mit Spar zu Ende gegangen, die zum 10. April ebenfalls ihren Ausstieg erklärt haben. Adeg nimmt seine Kaninchenfleisch-Produkte ebenfalls aus dem Sortiment und distanzierte sich zudem schriftlich von Firmen, die keine artgerechte Tierhaltung gewährleisten.

Das VIER PFOTEN zugespielte Filmmaterial, das katastrophale Zustände in der Kaninchenmast belegt, wurde vom ORF im Rahmen der ZiB 2 am Mittwoch gesendet, ATV berichtete am Donnerstag.

Jährlich landen in Österreich eine halbe Million Kaninchen auf den Speisetellern von Restaurants und Haushalten. Kaninchen sind eine äußert empfindliche, im Sozialverhalten komplexe und krankheitsanfällige Tierart. Folgen der Käfighaltung sind sowohl physische Schäden (Verletzungen, häufig ammoniakverätzte Augen, eine außergewöhnlich hohe Krankheits- und Todesrate, die trotz vorbeugendem Antibiotikaeinsatz bei 30-50% liegt), als auch Verhaltensstörungen (Kannibalismus, Gitterbeißen, etc). Zudem entsteht eine dauerhafte Leidens- und Stresssituation für die Tiere, die dem Bundestierschutzgesetz widerspricht.

Josef Pfabigan von VIER PFOTEN: "Wir fordern die Betreiber der Mastbetriebe auf, die tierquälerische Haltung von Kaninchen aufzugeben. Wir freuen uns über den Erfolg unserer Gespräche und sind zuversichtlich, weitere Supermarktketten zum Verzicht auf das Angebot von Kaninchenfleisch zu gewinnen."

Derzeit bieten in Österreich noch die Anbieter RADATZ, METRO und MEINL. Kaninchenfleisch aus Massenhaltung an. Weitere Großabnehmer sind Krankenhäuser und Altenheime.

Die Situation in Europa ist alarmierend: Neben den Marktführern Italien und Spanien drängen vor allem die osteuropäischen Länder in den Markt. Das in Österreich verkaufte Kaninchenfleisch stammt bereits zu einem Drittel aus Zukäufen, vor allem aus der Slowakei. Die Herkunft des Fleisches ist für den Endverbraucher in den meisten Fällen nicht nachvollziehbar.

Mit Merkur, Spar und Adeg sind bereits drei der Hauptanbieter aus dem Kaninchenfleisch-Verkauf freiwillig ausgestiegen. VIER PFOTEN hatte Entscheidungsträgern der Konzerne der Tierschutzorganisation zugespieltes und geprüftes Filmmaterial gezeigt. Bereits am Dienstag wurde von Rewe Österreich schriftlich der sofortige Ausstieg aus dem Kaninchenhandel zugesichert. Der Konzern betonte in seiner Erklärung, dass der Firmenleitung dieser Schritt ein persönliches Anliegen sei und forderte VIER PFOTEN zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit auf. Spar erklärte am Donnerstag ebenfalls seinen Rückzug (per 10. April). Soeben erklärte auch Adeg seinen sofortigen Ausstieg und distanzierte sich schriftlich von tierquälerischer Haltung. Gespräche mit weiteren Lebensmittelkonzernen dauern an.

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