Kogler: "Schüssel-Bartenstein-Privatisierungshysterie produzierte unnötige Risiken

Für Grüne ist Stahlindustrie gerade noch mal davongekommen

Wien (OTS) - "Im Nachhinein wollen’s alle wieder ganz genau gewusst haben: Die gerade noch gelungene Abwehr einer Hundertprozentübernahme von Böhler durch einen reinen Finanzinvestor ist nicht auf wirtschaftspolitische Weisheit zurückzuführen, sondern war gerade noch ein Glück", erklärte Werner Kogler, Wirtschaftssprecher der Grünen zum Voest-Übernahmeangebot an Böhler. "Für den Wirtschaftsstandort Steiermark ist die nun geplante Übernahme gegenüber den sonst drohenden Varianten sicherlich die bessere Lösung", so Kogler.

"Trotzdem sind die Ereignisse der letzten beiden Wochen der beste Beweis für die Risiken, die durch eine verfehlte und verantwortungslose Hurra-Ausverkaufspolitik á la Schüssel und Bartenstein mutwillig herbeigeführt wurden", betonte Kogler. Für die Zukunft bedeutet das, so Kogler weiter, "dass das Schicksal des neuen Eigentümers Voest ausschlaggebend für das Schicksal dieses steirischen industriellen Leitbetriebs ist. Für allen anderen potenziellen weiteren Privatisierungen sind diese Schrecksekunden hoffentlich Warnung genug." Denn: "Es geht schlicht darum, dass für bestimmte Konzerne und Betriebsstrukturen ein öffentlicher Eigentumsanteil von 25 Prozent eine verhältnismäßig große Sicherheit vor feindlichen Übernahmen oder der Gier reiner Finanzhaie bringt. Das mag zwar zu ein paar Zehntelprozent weniger Aktienkurssteigerungen dieser Unternehmen führen, sie blieben aber dennoch lukrativ und rentabel.

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