Gewalt in Computerspielen: Wiener Landtag spricht sich für Novelle des Jugendschutzgesetzes aus

Ziel ist österreichweit einheitliche, den europäischen Standards angepasste Regelung

Wien (SPW-K) - Im Wiener Landtag wird heute mit den Stimmen aller Parteien der Antrag für eine Novelle des Wiener Jugendschutzgesetzes beschlossen, dass Jugendliche auch vor den Gefährdungen durch Gewalthandlungen in Computerspielen schützen soll. Darüber hinaus spricht man sich für eine österreichweit einheitliche, den europäischen Standards angepasste Regelung aus.

"In Österreich wurde in den letzten Monaten verstärkt darüber diskutiert, inwiefern bestimmte Computerspiele ein Gefahrpotenzial für Jugendliche darstellen", betont Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer. "Die politischen VertreterInnen der Stadt Wien sind der Ansicht, dass Aufklärung, positive Empfehlungen für unbedenkliche Spiele sowie die Stärkung der Medienkompetenz möglichst vieler junger Menschen der zentrale Baustein im Umgang mit dem Thema sind. Darüber hinaus sollen auch die gesetzlichen Grundlagen zum Kinder- und Jugendschutz an die sich verändernden Lebens- und Medienumwelten angepasst werden. Wesentlich war uns dabei, dass es keine pauschale Kriminalisierung von jungen Menschen geben darf und dass verbesserte Information und Nachvollziehbarkeit im Mittelpunkt stehen- wie durch eine gemeinsame Orientierung an europäisch etablierten Rating-Verfahren."

Der nun im Wiener Landtag eingebrachte Antrag geht auf ein von Vizebürgermeisterin Grete Laska initiiertes ExpertInnengespräch am 6. März zurück, bei dem sich Profis aus den Bereichen Psychologie, Jugendarbeit, Medienpädagogik, Bundesministerium und auch Spielehersteller für diese Vorgangsweise ausgesprochen haben. Als nächstes ist eine große Veranstaltung und pädagogische Fachtagung im September geplant.

Der Antragstext im Wortlaut:
"Der Wiener Landtag beauftragt das zuständige Mitglied der Wiener Landesregierung eine Gesetzesnovelle für das Wiener Jugendschutzgesetz auszuarbeiten und in die Landesregierung einzubringen. Darüber hinaus sollen Verhandlungen aufgenommen werden, die darauf abzielen, eine österreichweit einheitliche, den europäischen Standards angepasste Regelung, im Hinblick auf eine Vereinheitlichung des Jugendschutzes im Zusammenhang mit Computerspielen, in den Jugendschutzgesetzen der einzelnen Bundesländer zu erreichen." (Schluss)

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