Schmied: "Die Wende in der Bildungspolitik ist da!"

Kultur: "KünstlerInnen erwarten Formen der Ermutigung und des Dialogs"

Wien (SK) - Die wichtigsten Projekte der Regierung im Bereich Bildung - "dem Zukunftsthema unserer Gesellschaft" - präsentierte Unterrichts- und Kunstministerin Claudia Schmied in ihrer Rede im Zuge der Budgetdebatte am Freitag in Parlament. Schmied hob besonders das "Projekt 25", also die Senkung der Klassenschülerzahlen hervor:
"193.000 SchülerInnen werden davon profitieren", betonte die Ministerin. Schmied sprach sich auch für ein besonderes Verhältnis der Politik zur Kunst aus: KünstlerInnen erwarten sich "zu Recht Formen der Ermutigung und des Dialogs". ****

193.000 SchülerInnen bekämen durch die Senkung der Klassenschülerzahlen "mehr Zuwendung von den Lehrerinnen und Lehrern". Schmied räumte in diesem Zusammenhang aber auch Missverständnisse bezüglich der Teilungszahlen im Sprachunterricht aus: "Selbstverständlich" würden die Teilungszahlen angepasst, dies führe zu "einer höheren Qualität beim Fremdsprachenunterricht". Früher hätten 55 Prozent der Fremdsprachengruppen mehr als 24 SchülerInnen gehabt - "in Zukunft wird es das gar nicht mehr geben", betonte Schmied.

Ein weiteres Projekt der Regierung betreffe die Senkung der Drop out-Raten in der 9. Schulstufe. Mit Schwerpunkten im Deutschunterricht reagiere man auf PISA und setze so wichtige Impulse für die berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und die Oberstufenrealgymnasien.

Das Bildungsbudget enthalte weiters die Mittel zur Erhöhung der Schülerbeihilfe. "40.000 SchülerInnen sind Nutznießer dieser Erhöhung", so Schmied. Weitere Schwerpunkte der Bildungspolitik, die sich im Doppelbudget 2007/2008 wiederfinden: Die Erhöhung der Tagesbetreuung um 26.000 Plätze, Förderung der Integration, das Projekt "Gesunde Schule", lebensbegleitendes Lernen und der Komplex Berufsausbildung. "All diese Projekte im Budget machen deutlich: Die Wende in der Bildungspolitik ist da", so Schmied.

Zur Kulturpolitik sagte die Ministerin, dass die Politik dem kulturellen Erbe Österreichs und den Kulturschaffenden verpflichtet sei. Die großen Kulturinstitutionen wie Bundestheater erhalten 236 Millionen Euro. Im Förderbereich werde der Schwerpunkt auf dem Film liegen, kündigte Schmied an. Zentral sei auch die Vorbereitung für Linz als Kulturhauptstadt. Zum grundsätzlichen Verhältnis zwischen Kunst und Politik sagte Schmied abschließend: "Die, die Kunst in ihren unzähligen Zwischentönen herstellen und so herrlich erfinden, erwarten sich zu Recht Formen der Ermutigung und des Dialogs." (Schluss) ah

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