Kranzl: Forschung auch für alle Menschen erlebbar machen

Prototyp des Zielleitsystem am Wiener Westbahnhof vorbildlich bei Einbindung von KMU

Wien (SK) - "Mein Ansatz für Forschungspolitik ist es, dass Visionen nicht mehr hinter den verschlossenen Türen stattfinden, sondern für 'Otto Normalverbraucher' erlebbar werden", betonte SPÖ-Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, Christa Kranzl, am Freitag im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Katja Schechtner (arsenal research), Fritz Fessler (Voice Business) und Peter Klugar (ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG), in der der Prototyp eines sprachgesteuerten Zielleitungssystems am Wiener Westbahnhof präsentiert wurde. Genau solche Projekte seien es, die Forschung und Entwicklung auch für die Menschen spürbar machen würden. "Am Wiener Westbahnhof sind täglich 44.000 Menschen unterwegs. Es ist der Verkehrsknotenpunkt Österreichs und damit ideal, für diesen Prototypen." ****

Ein sprachgesteuertes Zielleitsystem, ein Navigationssystem für Fußgänger, könnte beispielsweise bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 zum Einsatz kommen, um die Besucher in ihrer Landessprache von den großen Ankunftspunkten zu den Fanzonen, Stadien oder Public-Viewing-Areas zu leiten. "Ich gratuliere den Forscherinnen und Forschern zu ihrem Forschungssystem. Es ist ein weltweit einzigartiges Projekt und ich hoffe, dass hier auch die entsprechenden weiterführenden Ansätze genutzt und erforscht werden."

Ihr Ziel und das Ziel der Bundesregierung sei es, dass die Forschungsquote bis 2010 auf drei Prozent angehoben werde, führte Kranzl aus. "Das werden zwei Milliarden Euro mehr an Investitionen sein. Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Ziel auch erreichen können -dafür gilt es aber besonders auch, die kleinen und mittleren Unternehmungen einzubinden. Im konkreten Projekt ist das sehr erfolgreich umgesetzt worden", so Kranzl. Forschung und Entwicklung sei eine große Chance für Österreich auch in Europa. "Es ist einer der Bereiche, für den auch mehr Geld im Budget zur Verfügung stehen wird. Bis 2010 wird es 800 Millionen Euro mehr geben. Meine Aufgabe wird es sein, dieses Geld effizient und gerecht in Projekte zu investieren", betonte die Staatssekretärin. Die österreichischen Programme seien aber auch auf den 7. EU-Rahmenplan abgestimmt. "Es gibt in Europa für österreichische Unternehmen, die forschen, 50 Milliarden Euro, die man abholen kann."

Das Projekt des Zielleitsystems sei aber auch federführend von Frauen initiiert und umgesetzt worden. "Wir wissen, dass Österreich noch ein Manko hat, weil sich noch immer zu wenige Frauen für technische Richtungen entscheiden. Deshalb hat dieses Projekt auch eine Vorbildwirkung und ich freue mich, dass wir Frauen, die in diesem Bereich tätig sind, vor den Vorhang bitten können." Es sei aber nicht nur ein von Frauen initiiertes Projekt. "Die Stimme im Leitsystem heißt 'Irmgard' - Frauen haben dem Projekt also auch die entsprechende Note gegeben", so Kranzl abschließend. (Schluss) js

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