Salzburg und Oberösterreich folgen Umweltsenat

380-kV-Leitung von Burgkirchen bis Elixhausen passiert erste Instanz

Salzburg (OTS) - Die Austrian Power Grid AG hat bei den
zuständigen Behörden der Länder Salzburg und Oberösterreich die Errichtung einer 380 kV-Leitung von St. Peter am Hart bis Elixhausen beantragt. Mit Termin der Rechtswirksamkeit heute, Freitag, 30. März, wurden die Ergebnisse der Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP-Verfahren) in Salzburg und Oberösterreich in Bescheidform erlassen. Demnach ist die Errichtung der 380 kV-Leitung in erster Instanz genehmigt.

Die Genehmigungen des Landes Salzburg und des Landes Oberösterreich entsprechen inhaltlich der jüngsten Entscheidung des Umweltsenats zur Errichtung der 380-kV-Leitung in der Steiermark. Der Umweltsenat ist die zweite Instanz bei UVP-Verfahren. Der Umweltsenat hatte zur 380-kV-Leitung in der Steiermark entschieden, dass die Errichtung einer Freileitung genehmigungsfähig sei. Zur Frage der Verkabelung hatte der Umweltsenat bekanntlich festgehalten, dass Erdkabellösungen über lange Übergangsstrecken bei 380-kV-Leitungen nicht "Stand der Technik" seien. Weiters stellte der Umweltsenat fest, dass es nicht möglich sei, die Verkabelung über Projektmodifikationen vorzuschreiben, da dies eine "Wesensänderung" des Projekts nach sich ziehen würde. Der Salzburger und der oberösterreichische Bescheid entsprechen naturgemäß der Argumentation der Oberbehörde Umweltsenat.

In der Frage der Gesundheitsgefährdung durch elektromagnetische Felder dokumentiert der Salzburger Bescheid die drei kontroversen Gutachten der Umweltmedizin Salzburg einerseits, der Umweltmedizin Oberösterreichs sowie des Verbunds andererseits und vergleicht diese anhand der Überprüfung dieser drei Gutachten durch Univ.-Prof. Dr. Manfred Neuberger. Die Salzburger Behörde folgt dann dem Umweltsenat, der sich in seiner Entscheidung an den Aus-sagen Neubergers orientierte.

Wie bei der Diskussion über die 380-kV-Leitung in der Steiermark besteht nun die Möglichkeit, vier Wochen ab Zustellung Einspruch gegen diesen Bescheid zu erheben und damit den Umweltsenat zu befassen. Nach der Befassung des Umweltsenats besteht die Möglichkeit, an den Verwaltungsgerichtshof zu gehen.

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