Wir gratulieren Runde Geburtstage im April

Wien (PK) - Im April feiern folgende (ehemalige) MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Bundesrat Dr. Leopold SIMPERL (S) - 65. Geburtstag am 7. April,

der Abgeordnete Prof. Mag. Kurt GASSNER (S)- 60. Geburtstag am 8. April,

die ehemalige Abgeordnete Helga ERLINGER (G) - 60. Geburtstag am 11. April,

der ehemalige Abgeordnete und Staatssekretär Dipl.-Vw. Dr. Ludwig STEINER (V) - 85. Geburtstag am 14. April,

die ehemalige Bundesrätin und Abgeordnete sowie Mitglied des Europaparlaments und Bundesministerin a.D. Dr. Hilde HAWLICEK (S) -65. Geburtstag am 14. April,

der ehemalige Abgeordnete Alfred KOLLMANN (S)- 60. Geburtstag am 20. April,

der ehemalige Abgeordnete Dkfm. Heinz Otmar HOCHSTEINER (F) - 65. Geburtstag am 22. April,

der ehemalige Abgeordnete DI Dr. Klaus HUTTERER (S) - 65. Geburtstag am 27. April.

Hilde Hawlicek 65

Ihren 65. Geburtstag feiert Hilde Hawlicek am 14. April. Geboren 1942 in Wien, maturierte sie 1960, um danach ein Lehramtsstudium für Deutsch und Geschichte an der Universität Wien zu absolvieren, welches sie 1965 mit dem Doktortitel abschloss.

Schon frühzeitig hatte sich Hawlicek der Sozialdemokratie angeschlossen und war ab Ende der 50er Jahre in der Sozialistischen Jugend aktiv. Diese entsandte sie in den Bundesjugendring, wo Hawlicek 1965 bis 1968 das Amt des ersten Sekretärs bekleidete. 1968 begann Hawlicek ihre Karriere als Lehrerin an einer AHS.

Von der SJ zu den SPÖ-Frauen gewechselt, avancierte Hawlicek 1970 zum Mitglied des Bundesfrauenkomitees. Ein Jahr später wurde sie vom Land Wien in den Bundesrat entsandt, dem sie bis 1976 angehörte. Ab Oktober 1976 war sie Abgeordnete zum Nationalrat, wo sie, nicht zuletzt ob ihres beruflichen Hintergrunds, zu einer führenden Expertin im Bildungsbereich wurde.

Dies führte dazu, dass Hawlicek im Januar 1987 im ersten großkoalitionären Kabinett von Bundeskanzler Vranitzky Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Sport wurde. In ihrer Amtszeit wurde nicht nur das Schulwesen nachhaltig modernisiert, sie legte auch die Grundsteine für eine effiziente Kunst- und Kulturförderung.

Nach den Wahlen 1990 wechselte Hawlicek wieder auf die Abgeordnetenbank und wurde Anfang 1991 stellvertretende Klubchefin der SPÖ. Im Januar 1995 zählte sie zu den ersten österreichischen Mandataren im Europa-Parlament und trat auch bei den Europawahlen 1996 als eine der Spitzenkandidaten ihrer Partei an. Im Januar 1996 schied sie endgültig aus dem Nationalrat aus und konzentrierte sich auf ihre Arbeit im EP, ehe sie sich nach den Europawahlen 1999 aus der aktiven Politik zurückzog.

Erst vor wenigen Tagen wurde Hilde Hawlicek im Rahmen einer Feier im Parlament mit dem PaN-Preis 2006 geehrt. Sie erhielt den von der Organisation "Partner aller Nationen", der Dachorganisation der rund 120 österreichisch-ausländischen Gesellschaften, vergebenen Preis für ihre Verdienste um Völkerverständigung und Völkerfreundschaft.

Ludwig Steiner 85

Ludwig Steiner feiert am 14. April seinen 85. Geburtstag. Geboren 1922 in Innsbruck, absolvierte er dortselbst die Handelsakademie, um hernach ein Studium zu beginnen, welches er 1947 mit dem Titel Diplomvolkswirt und 1948 mit dem Doktortitel beendete.

1945 begann Steiners berufliche Karriere, und damals schon war sie mit der politischen ident. Als Sekretär von Karl Gruber, damals Landeshauptmann von Tirol und politisches Schwergewicht der neu erstandenen ÖVP, befand sich Steiner von Anfang an im Zentrum der Macht.

Und Steiner begann einen regelrechten Cursus Honorum. 1946 bis 1948 war er Sekretär des Innsbrucker Bürgermeisters, nach Abschluss seiner Studien trat er in den diplomatischen Dienst ein und war bis 1951 Legationssekretär an der österreichischen Botschaft in Paris. Danach kehrte er zu Karl Gruber, der mittlerweile als Außenminister fungierte, als Sekretär zurück, um ab 1953 der Sekretär von Bundeskanzler Raab zu sein. Nach einem Zwischenspiel als österreichischer Gesandter in Bulgarien avancierte Steiner im April 1961 zum Staatssekretär im Außenministerium, welches in jenen Jahren von Bruno Kreisky geleitet wurde.

Im April 1964 verließ Steiner die Regierungsbank und wurde österreichischer Botschafter in Griechenland. Danach war er Österreichs Ambassadeur auf Zypern, ehe er 1972 nach Wien zurückkehrte, wo er stellvertretender Generalsekretär des Außenministeriums wurde.

Im Alter von 57 Jahren begann im Juni 1979 die parlamentarische Karriere Steiners. Nach dreieinhalb Jahrzehnten in der Politik avancierte er nun zum Abgeordneten des Nationalrates, wo er bis zum Ende der XVII. Gesetzgebungsperiode im November 1990 zu den elder statesmen der heimischen Innenpolitik zählte. Stets ein Außenpolitiker mit Leib und Seele nahm sich Steiner zahlreicher europäischer Themen an, wobei ihm auch die Entwicklung in Südtirol ein lebenslanges Anliegen war.

Eine für Österreich und seine Stellung in der Welt wichtige Aufgabe erfüllte Ludwig Steiner in den letzten Jahren als Vorsitzender des Komitees des Österreichischen Versöhnungsfonds zur Entschädigung ehemaliger Zwangsarbeiter aus dem Osten. (Schluss)

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