Temelin: Tschechiens Außenminister verweigert Realität - Atomgegner erhöhen Anzahl der Grenzblockaden am 11. April von sechs auf sieben.

Schwarzenbergs Aussagen als gefährliche Drohung für die eigene tschechische Bevölkerung

Linz (OTS) - Völlig fassungslos reagieren die Vertreter von atomstopp_oberoesterreich auf die Weigerung des tschechischen Außenministers Karel Schwarzenberg (siehe APA-Meldung vom 29.3.2007) sich mit dem internationalen Temelin-Expertenbericht näher zu befassen. Der Expertenbericht wurde Karel Schwarzenberg vergangenen Montag von Außenministerin Ursula Plassnik in Wien übergeben. Karel Schwarzenberg verweigert seinen eigenen Aussagen nach, sich wegen der fortgesetzten Grenzblockaden sich mit dem Temelin-Expertenbericht zu befassen.

"Statt an sechs Grenzen Protestkundgebungen abzuhalten, werden wir dies nun an sieben Grenzübergängen machen. Dabei wird weder ein Personen- noch ein Warenverkehr möglich sein", so Österreichs Atomgegner in einer ersten Stellungnahme auf die Worte Schwarzenbergs.

"Sollte es zu keiner Einsicht des tschechischen Außenministers kommen, ist bereits jetzt eine weitere Erhöhung der Grenzblockaden angedacht", so die einhellige Meinung der Atomgegner.

"Der Temelin-Expertenbericht wurde bereits im Oktober 2005 veröffentlicht! Es hat eineinhalb Jahre gedauert und erst aufgrund des Drucks durch die Grenzblockaden war es möglich, dass ein österreichisches Regierungsmitglied endlich den Temelin-Bericht persönlich an ein tschechisches Regierungsmitglied übergeben hat. Karel Schwarzenberg kann nun nicht mehr sagen, dass er nicht wisse, was die Kritik der ÖsterreicherInnen an Temelin sei. Seine gestrigen Aussage, sich mit dem Temelin-Expertenbericht nicht auseinanderzusetzen zu wollen, ist wie eine gefährliche Drohung: vor allem für die eigene tschechische Bevölkerung!", so die atomstopp_oberoesterreich.

"Die jetzige tschechische Unterrichtsministerin überreichte Karel Schwarzenberg bereits im 2001 eine umfassende Zusammenstellung aller Temelin-Sicherheitsmängel! Es ist unerträglich, wie lax die Politik mit dem Sicherheitsrisiko Temelin umgeht! Die PolitikerInnen in Österreich sind aufgerufen, den politischen Druck auf Tschechien zu erhöhen und die Völkerrechtsklage wegen Bruch des Melker Abkommens auf Schiene zu bringen! Nur durch die lückenlose Nachrüstung und Beseitigung aller bestehenden Sicherheitsmängel kann die Gefahr durch Temelin gebannt werden!", so atomstopp_oberoesterreich abschließend.

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