• 30.03.2007, 10:01:00
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Auftakt für Verbund-Wasserkraftwerksprojekt Reißeck II in Kärnten

Investition von 215 Mio. Euro, 350 Megawatt Leistung, Inbetriebnahme 2014

Klagenfurt/Wien (OTS) - "Mit dem neuen Oberkärntner
Wasserkraftwerk erzeugen wir nicht nur neue Energie in Kärnten, wir
geben auch einen großen wirtschaftlichen Impuls. Das
Investitionsvolumen wird rund 215 Mio. Euro betragen, der
Beschäftigungseffekt beläuft sich auf 3.000 Personenjahre", erklärte
Verbund-Generaldirektor Hans Haider heute, Freitag, zum Auftakt für
das Kraftwerksprojekt Reißeck II. "Ab 2014 wird das Kraftwerk die
Stromversorgung Österreichs zu Spitzenverbrauchszeiten langfristig
entscheidend verbessern."

Geplant und errichtet wird das neue Spitzenkraftwerk von der
Verbund-Wasserkraft-Tochter VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP).
"Das neue Pumpspeicher-Kraftwerk stellt eine bedeutende Erweiterung
der bestehenden Kraftwerksgruppe Reißeck/Kreuzeck dar", erläuterte
AHP-Chef Herbert Schröfelbauer heute bei einer Pressekonferenz in
Klagenfurt.

Die Oberkärntner Kraftwerksgruppe Reißeck/Kreuzeck wurde vor 46
Jahren fertiggestellt. Doch seit 1961 wurden keine nennenswerten
Erweiterungen der Anlagen vorgenommen. "Vor allem der Bedarf an
Regel- und Ausgleichsenergie ist - nicht zuletzt aufgrund des
rasanten Windkraftausbaus - enorm gestiegen", so Schröfelbauer.

Das Besondere am neuen Projekt Reißeck II ist, daß bereits
bestehende Speicher- und Ausgleichsbecken mit einer natürlichen
Höhendifferenz von 580 Meter verwendet werden. Schröfelbauer: "Wir
nutzen diese natürliche Fallhöhe, um zusätzlich 350 Megawatt Leistung
zu erzielen."

Für das Kraftwerk wird ein fünf Kilometer langer unterirdischer
Verbindungsstollen zwischen dem Jahresspeicher Reißeck und der
Hauptstufe des Kraftwerks Malta geschaffen. Der vorhandene Speicher
Großer Mühldorfer See am Seenplateau Reißeck wird im Pumpbetrieb als
Oberbecken, die Speicher Gößkar und Galgenbichl der Maltagruppe als
Unterbecken genutzt.

AHP-Vorstandsdirektor Michael Amerer ergänzte, daß das neue
Kraftwerk in größtmöglichem Einklang mit Fauna und Flora errichtet
und nach Bauende in der Landschaft kaum wahrnehmbar sein wird. Der
Triebwasserstollen und die Kraftwerkskaverne mit dem 350
MW-Maschinensatz liegen unterirdisch und sind von außen nicht zu
sehen. Amerer: "Alle anfallenden Baumaßnahmen werden in höchstem Maße
umweltverträglich sein."

Das Projekt wird einem UVP-Verfahren unterzogen. Bis Mitte 2008
soll die Umweltverträglichkeitserklärung eingereicht werden. 2014
kann das Kraftwerk erstmals Strom liefern.

Rückfragehinweis:

Mag. Gerald Schulze
   Verbund/Holding Kommunikation
   Am Hof 6a, A-1010 Wien
   Tel.: +43 1/53113/53702
   Fax:  +43 1/53113/53848
   mailto:gerald.schulze@verbund.at

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