Rübig: Geringere Roaminggebühren bringen mehr Nutzung von Mobilfunkdiensten im Ausland

Rebalancing-Effekte sind nicht zu erwarten

Brüssel, 30. März 2007 (ÖVP-PD) Eine eigens durchgeführte europaweite Erhebung der EU-Kommission (Eurobarometer Spezial 66.1) bestätigt eindrucksvoll, dass im Bereich des mobilen Roamings europaweit eine große Nachfrageelastizität besteht. "Die Befragung der Kommission belegt klar, dass die Nachfrage nach Mobilfunkdiensten im Ausland nach einer Preisregelung durch die neue Roaming-Verordnung steigen wird. Fast sechs von zehn Europäern wären bereit, ihr Mobiltelefon im Ausland häufiger zu benutzen, wenn die Preise dafür günstiger wären. Das ist vor allem ein positives Ergebnis für Anbieter in touristischen Mitgliedsstaaten, die davon profitieren werden", sagte heute der Berichterstatter des Europäischen Parlaments zur Roaming-Verordnung, Dr. Paul Rübig, in Brüssel. ****

Die Befragung der Kommission ergab, dass 17 % der Österreicher (8 % im EU-Schnitt) ihr Mobiltelefon ausschalten, wenn sie sich im Ausland aufhalten. 9 % der Österreicher (7 % im EU-Schnitt) nehmen ihr Mobiltelefon gar nicht erst ins Ausland mit. Gleichzeitig geben 87 % der EU-Bürger, die ihr Handy im Ausland nutzen müssen, an, dass sie ihre Handygespräche wegen der zu hohen Kosten stark einschränken. 76 % der 'Nichtnutzer' führen als Grund ebenfalls die zu hohen Kosten an.

"Wenn es uns wie geplant gelingt, gemeinsam mit dem Rat die Auslandsgesprächsgebühren für Handytelefonate um ungefähr 70 Prozent zu senken, wird die Nachfrage von Konsumentenseite deutlich ansteigen. Ein von manchen Mobilfunkbetreibern als Krisenszenario beschriebenes Rebalancing ist daher nicht zu erwarten. Voraussetzung für eine gestiegene Nachfrage nach einer Preissenkung ist allerdings, dass die Kunden von Seiten der Anbieter auch über die Einführung und die Möglichkeit der Nutzung günstigerer Roamingtarife entsprechend informiert werden", so Rübig abschließend.

Internet: Link zur Studie der Kommission (auf Deutsch):
http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_269_de.pdf

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