Badesaison 2007: Städtische Bäder erhöhen Kundenservice

Reform des Angebots für die nächste Sitzung des Gemeinderatsausschusses in Vorbereitung

Wien (OTS) - Die MA 44-Bäder, einer der größten Bäderbetreiber Europas, legt für die nächste Sitzung des Gemeinderatsausschusses der Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Information und Sport eine große Reform vor, die mit Beginn der Sommersaison 2007 wirksam werden soll. Im Interesse der Badegäste steht an vorderster Stelle die Erhöhung des Kundenservice. Badegäste, die regelmäßig kommen, profitieren besonders vom neuen Angebot, das beispielsweise eine Monatskarte beinhaltet, die sich bereits mit 4 Badebesuchen rechnet. Die Neuerungen der kommenden Badesaison etablieren die städtischen Bäder als Freizeitoasen mit hoher Servicequalität:

o Neu: Monatskarte ermöglicht optimale Anpassung an Urlaubszeiten o Neu: übersichtliches System: Tages- und Nachmittagskarte o Neu: Kästchen für mehr Sicherheit o Neu: Längere Badezeiten und mehr Service für die Badegäste o Ausbau neuer Attraktionen o Städtische Bäder als Teil der sozialen Infrastruktur o Gruppenkarten zum Sonderpreis o Neu: Bäder als Vorreiter in Sachen Umweltqualität ****

Neu: Monatskarte anstelle der Ferienkarte

Neben den Tageskarten gibt es nun Monatskarten zum Preis von EUR 6,-- (Kinder) bzw. EUR 10,-- (Jugendliche) oder EUR 17,-- (Erwachsene).

o Monatskarte rechnet sich bereits mit vier Badebesuchen o Gültig für jedes städtische Hallen- und Sommerbad o Gültigkeit: vom Kauftag an ein Monat o Beim Kauf von 10 Monaten erhält man 2 Monate zusätzlich (d.h. eine Jahreskarte) o Keine Wartezeiten an den Badekassen

Für Kinder und Jugendliche ist die Monatskarte Ersatz für die Ferienkarte, deren Administration nicht zuletzt durch die schulautonomen Tage schwierig bis unmöglich wurde.
Neben der Monatskarte, die mit einem Lichtbild ausgestattet ist, gibt es wie bisher Saisonkarten, die eine fixe Umkleide samt Eintritt in ein bestimmtes Bad während der gesamten Sommerbadesaison bieten.

Neu: Tages- und Nachmittagskarte

Mit der Reduzierung von Kartenkategorien wurden die Tarife für KundInnen übersichtlicher. Neu:

o Tageskarte: 1,50 für Kinder (7-14 Jahre), 2,50 für Jugendliche (15-18 Jahre), 4,50 für Erwachsene o Sommerbad: Nachmittagskarte ab 13.00 Uhr um 3,50 für Erwachsene o Sommerbad: Kästchen für mehr Sicherheit

Mit dem Erwerb einer Karte im Sommerbad hat jeder Badegast Anspruch auf ein Kästchen, was zur Erhöhung der Sicherheit (Stichwort: Handy-Diebstahl) beiträgt.

Neu: Mehr Service für Badegäste

o Badezeit in Schwimmhalle und Sauna um eine Stunde auf 5 Stunden erhöht o Badezeit der Kurzzeitkarte in Schwimmhalle um eine halbe Stunde auf 2,5 Stunden erhöht (3,50 für Erwachsene) o All-Inklusive-Card

Die All-Inklusive-Card (EUR 55,- pro Monat für Erwachsene) gilt für Sauna-, Hallen-, Sommer- und Kombibäder inkl. Warmbadaufzahlung für Erwachsene. Beim Kauf von 10 Monaten erhält man 2 Monate zusätzlich.

15 Mio EUR für neue Attraktionen

Die MA 44-Bäder investiert regelmäßig, um die städtischen Bäder instand zu halten oder neue Attraktionen anzubieten. Seit 2003 wurden für verschiedene Maßnahmen rund 15 Mio EUR investiert, u.a. - um nur einige zu nennen - für

o die Sanierung der Erlebnis- und Sportbecken im Krapfenwald- und im Kongreßbad o die Sanierung des Jörgerbades (Fassade und Fenster) o die Sanierung des Gänsehäufels (Gebäude und Außenanlagen) o die Sanierung des Wärmebeckens, des Eingangs- und Umkleidebereichs im HSB Döbling o einen neuen Spiel- und Sportbereich im Höpflerbad o einen neuen Sprungturm im Laaerbergbad o ein Beachvolleyballfeld im HSB Döbling o die Erweiterung der Liegewiese im HSB Simmering o für den Umbau der Eingangshalle und die Ausstattung mit o elektronischen Schlössern in Floridsdorf

Eintritt frei - städtische Bäder als Teil der sozialen Infrastruktur

Mit ihren Tarifen liegen die städtischen Bäder weit unterhalb der Eintrittspreise privater Wiener Bäder oder unterhalb der Bädertarife in den Umlandgemeinden (Mödling: EUR 5,80 für Erwachsene; Korneuburg: EUR 7,-- für Erwachsene). Vor allem in Gebieten mit (noch) unzureichender Wohninfrastruktur wird seitens der Bäder ein wesentlicher Beitrag zur Sozialinfrastruktur geleistet. Für folgende Bevölkerungsgruppen gibt es Ermäßigungen oder freien Eintritt:

o Kinder 0-6 Jahre: freier Eintritt in Schwimmhalle und Sommerbäder o Kinder bis 14 Jahre: freier Eintritt in 11 Familienbäder und in städtische Brausebäder o Jugendliche 15-18 Jahre: freier Eintritt in städtische Brausebäder o SchülerInnen bis 20 Jahre, Studierende bis 27 Jahre sowie Präsenz- und Zivildiener; SozialhilfebezieherInnen, Blinde und Menschen mit besonderen Bedürfnissen: Ermäßigungen für Sauna, Schwimmhalle und Sommerbad o SozialhilfebezieherInnen, Blinde und Menschen mit besonderen Bedürfnissen: zusätzlich ermäßigter Eintritt auch ins Wannenbad und freier Eintritt ins Brausebad o SeniorInnen ab 60: mit Lichtbildausweis Ermäßigungen für Sauna und Schwimmhalle

Die Familienbäder haben seit 2002 ausgedehnte Öffnungszeiten (die in einigen Standorten noch aufrechte Mittagssperre wurde aufgehoben und ein Wochenendbetrieb eingeführt), ein Jahr später wurde der Zutritt für erwachsene Begleitpersonen zum Standard und seit 2004 haben alle Familienbäder nicht nur von Juni bis August, sondern, wie die Sommerbäder, vom 2. Mai bis Mitte September geöffnet.

Gruppenkarten zum Sonderpreis

o Spezialpreis für Familien o obligatorischer Schwimmunterricht für städtische Pflichtschulen ist gratis o Gruppenkarten für Schul- und Jugendgruppen, für soziale Hilfsgruppen und Mannschaftsgruppen

Familien wird der Bäderbesuch zu einem Spezialpreis ermöglicht:
1 Erw. + 1 Kind zahlen 5,50 für den Bäderbesuch.

Bundesschulen bis zur 9. Schulstufe zahlen wie bisher EUR 15,--, ab der 10. Schulstufe EUR 22,-- für 35 Kinder und 3 Begleitpersonen (bisher galt der Preis für nur 30 Kinder und 2 Begleitpersonen). Für Jugendfürsorgevereine, Kindergärten, Horte und Therapiegruppen, Gruppen der Caritas und soziale Hilfsgruppen (bis max. 35 Personen inkl. Begleitpersonen) bieten die städt. Bäder eine begünstigte Karte um EUR 7,-- für die Benützung der Schwimmhalle oder des Sommerbades an. Für Mannschaftsgruppen des Bundesheeres, der Polizei, der Zollwache und der Wiener Feuerwehr im Dienste der Sicherheit der Wiener Bevölkerung bieten die städtischen Bäder zur Aus- und Weiterbildung ihrer Schwimmkenntnisse eine Gruppenkarte für 35 Personen inkl. Begleitpersonen um EUR 15,-- für die Benützung der Schwimmhalle oder des Sommerbades an.

Städtische Bäder als Vorreiter in Sachen Umweltqualität

Für den Betrieb der städtischen Bäder fallen hohe Kosten für Betriebsmittel (v.a. Wasser und Energie) an. Im Jahr 2000 etwa lagen die Kosten für Wasser/Abwasser und für Energie in der Höhe von rund 9,3 Millionen EUR - hochgerechnet auf knapp über 4 Millionen Badegäste wurden also pro Badegast rund 2,3 EUR für den Betrieb ausgegeben.

Beginnend mit einem Pilotprojekt für das Sommer- und Hallenbad Simmering im Jahr 2000 hat die MA 44-Bäder Energiespar-Contracting-Verträge für 9 Bäder abgeschlossen, an eine Ausweitung ist gedacht. Projektziel ist, ohne Einschränkungen des Komforts und unter Bedachtnahme auf die Bauphysik die Betriebsmittel Wasser/Abwasser und Energie zu sparen.
Die ersten neun Bäder (Simmering, Hietzing, Großfeldsiedlung, Donaustadt, Döbling, Brigittenau, Floridsdorf, Laaerberg, Jörgerbad), für die Energiespar-Contracting-Verträge abgeschlossen wurden, zeigen, dass die Einsparungsziele möglicherweise übertroffen werden können.

Mit diesem Vorhaben ist es der MA44-Bäder nicht nur gelungen, Betriebsmittel einzusparen, die Abteilung hat sich auch international als Vorreiter in Sachen Umweltschutz etabliert. Besonders innovativ sind die Maßnahmen hinsichtlich der Wasserwirtschaft. Erstmals wurden Solaranlagen mit Frostschutzfüllung und in Verbindung mit einer Wärmepumpe eingesetzt, sodass eine nahezu ganzjährige Nutzung der Sonnenenergie möglich ist.

o Energiespar-Contracting-Verträge für 9 Bäder o Einsparquote bei Wasser/Abwasser in der Höhe von über 50% o effektive Betriebsmittelkosteneinsparungen in der Höhe von rund 1,7 Mio EUR jährlich o Steigerung der Wasserqualität o weitgehende Minimierung des Chlorgeruchs o Rückgang des Verbrauchs von Trinkwasser o Rückgang der CO2-Emissionen um 2.200 Tonnen pro Jahr

Um 2.200 t CO2 zu emittieren, könnte man mit einem durchschnittlichen PKW 10,9 Mio km fahren, das ist etwa 273 mal um die Erde. Oder mehr als 2.100 80m2-Neubauwohnungen könnten ein Jahr lang mit Erdgas beheizt werden.

Gestern, Donnerstag, hat die MA 44-Bäder gemeinsam mit der MA48-Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark einen Preis für das Pilotprojekt Kermit erhalten, in dessen Rahmen Plastikflaschen und Metalldosen in Wiener städtischen Freibädern getrennt gesammelt wurden. Mit diesem Preis, der im Rahmen der Österreichischen Abfallwirtschaftstagung 2007von ARGE V verliehen wurde, werden die Wiener Bäder österreichweit für eine von top-3 zukunftsweisenden Lösungen für getrennte Verpackungssammlung ausgezeichnet.

MA44-Bäder einer der größten Bäderbetreiber Europas
Die MA 44-Bäder als einer der größten Bäderbetreiber Europas betreibt insgesamt

o 38 Bäder (1 Volksbad, 5 Saunabäder, 11 Hallenbäder, davon 7 Kombibäder mit angeschlossenem Sommerbad, 10 Sommerbäder und 11 Familienbäder) o Besonderheiten: Kinderbecken, Seniorenbecken, Lehrbecken, Sportbecken, Attraktionen wie Strömungskanäle, Wellenbecken, Wasserspielgärten oder Wasserrutschen und Saunaanlagen (Biosaunarien, Dampfbäder, Infrarotkabinen usw.) o Programme wie Aquarhythmik, SeniorInnen-Schwimmen und Frauen -Schwimmen, Poolgymnastik, Beachanimation in den Sommerbädern... o Spielmöglichkeiten: Volleyballplätze, Fitnessgeräte, Beachsoccer-Plätze, Bocciaplätze, .... o Kinderspielplätze, Eltern-Kind-Bereiche, Fitness-Stationen, Tischtennis, Minigolf, Sprungtrampoline, Naturbadestrände...

(Schluss) eg

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