SP-Bacher-Lagler: Bei der Integration kann es keinen Stillstand geben!

Wien (SPW-K) - "Integration bedeutet u.a. das Zusammenleben in
guter Nachbarschaft, aber auch Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen unterschiedlicher sozialer Situation, Sprache und kultureller Herkunft zu finden, sei es im Kindergarten, in der Schule, in Jugendzentren, in Vereinen und bei zahlreichen Veranstaltungen. Die Stadt Wien versucht jedenfalls mit den von ihr getroffenen Maßnahmen dieses Zusammenleben zu fördern", stellte Donnerstag SPÖ-Gemeinderat Norbert Bacher-Lagler in seinem Debattenbeitrag im Wiener Gemeinderat zum Thema Integration wie speziell zu den Integrations-Fördermaßnahmen der Stadt fest.

Integration, so die weitere Defintition des Redners dieses Begriffes, bedeute aber auch zu lernen, wie sich bestimmte Bevölkerungsgruppen verhielten, Konflikte auszuloten und alles daran zu setzen, dass diese erst gar nicht entstünden. "Nur dadurch ist es möglich, die volle Integration der Menschen unterschiedlicher Herkunft und sozialem Umfeld zu erreichen". Der Begriff Diversität sei sehr weit reichend, so Bacher-Lagler, für die Wienerinnen und Wiener sei es wichtig, mit den Menschen mit Migrationshintergrund zu reden, auch aus deren Kultur zu lernen und Veränderungsprozesse erkennbar zu machen. Bacher-Lagler: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Wien ohne Berücksichtigung des Themas Integration eine Weiterentwicklung möglich ist".

Der Gemeinderat wies darauf hin, dass Wien nicht zuletzt von vielen Besuchern der Stadt auch deshalb gelobt werden würde, weil es hier ein friedliches Zusammenleben aller Bevölkerungsgruppen gäbe. Wichtig sei es den Menschen verständlich zu machen, dass Menschen mit Migrationshintergrund letztlich die selben Rechte - aber auch Pflichten - haben müssten wie jene Menschen, die hier schon lange leben. "Bei der Integration kann es keinen Stillstand geben", betonte Bacher-Lagler.

Nicht zuletzt wies er den von seiner Vorrednerin Ekici von der ÖVP-Fraktion gemachten Versuch, "aus klein karierten Gründen das persönliche Lebensschicksal einer von Zwangsheirat betroffenen Türkin für die politische Argumentation gegen die Stadt zu verwenden", zurück. " Auch mit politischer Argumentation hätte das tragische Schicksal dieser jungen Frau nicht verhindert werden können. Wichtig ist, dass alles unternommen wird, dass wir dieses Thema der Öffentlichkeit näher bringen, um grundsätzlich solche schrecklichen Handlungen gegen die Menschenrechte von vornherein auszuschließen", schloss Bacher-Lagler. (Schluss)

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