Kräuter kritisiert 29.000 Euro teure Jubelbroschüre von Gorbach - "politisch moralischer Tiefpunkt"

"Gut, dass Bevölkerung von solchen Leuten befreit ist"

Wien (SK) - Ex-Vizekanzler Gorbach sei der "traurige Höhepunkt einer ganzen Serie von Politikpersonal von Blau und Orange", an deren Vertreter man sich kaum mehr erinnere, unterstrich SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter am Donnerstag im Nationalrat. Es sei "erfreulich, dass die Bevölkerung richtig reagiert hat und bei den Nationalratswahlen die Weichen entsprechend gestellt hat", so Kräuter, der darauf verwies, dass die "Orangen mittlerweile ein verschwindend kleines Grüppchen sind". Angesichts der "29.000 Euro teuren Jubelbroschüre", wo sich auf "75 Hochglanzseiten gleich 48 Porträts von Gorbach" finden, aber auch angesichts Gorbachs "Blaulicht-Affäre", seiner "Inseratenflut", seinem "160-km/h-Wahnsinn und seinen peinlichen Anbiederungsbesuchen bei Schwarzenegger in den USA" müsse konstatiert werden, dass Gorbach bloß "Spuren der politischen und moralischen Verwüstung hinterlassen hat". Da sei es zu begrüßen, "dass die Bevölkerung von solchen Leuten befreit ist", machte Kräuter klar. ****

Kritik übte Kräuter auch an den "moralischen Leistungen Gorbachs":
So habe dieser einen positiv bilanzierenden Teil der ÖBB an eine private Unternehmung verscherbelt und sich dann "ins gemachte Nest gesetzt". Das sei ein "politisch moralischer Tiefpunkt und in Wirklichkeit eine abstoßende Selbstbedienungsmentalität", so Kräuter wörtlich. Zu allem Überfluss habe der "schon abgewählte Gorbach noch einmal tief in die Taschen der Steuerzahler gegriffen - und hat gewissermaßen Rache am Wähler genommen und uns allen dieses Pamphlet der Rache um 29.000 Euro zugemutet".

Dass auch der "Lehrer aus dem Burgenland, ein gewisser Schweitzer", Ähnliches gemacht habe, sei "nur eine weitere Facette" und Beleg "für weitere abschreckende Beispiele, was das BZÖ betrifft", so Kräuter. Besonders "grotesk" sei es vor dem Hintergrund der geschilderten "Leistungen" Gorbachs, dass der Kärntner Landeshauptmann dem scheidenden Gorbach "sogar noch einen Orden umgehängt hat". Ein "Trauerspiel", so Kräuters knapper, abschließender Kommentar. (Schluss) mb

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