"KURIER"-Kommentar von Reinhard Göweil: "Typisch österreichisch, aber diesmal gut"

Auch andere Länder schützen ihre Leitbetriebe, allen voran die USA.

Wien (OTS) - Als die Voest und Böhler unter staatlichem Besitz getrennt worden waren, lautete die Begründung, das eine hätte mit dem anderen nichts zu tun, Stahl ist nicht gleich Stahl. Nun sind beide Unternehmen vollständig in privaten Händen und geraten wieder unters selbe Dach. Auslöser für diese kurz vor Ostern passende Auferstehung der "alten Voest" war die Erkenntnis, dass die bei Böhler agierende Investorengruppe um den Anwalt Fries kein dauerhafter Aktionär ist.
Bei der "alten Voest-neu" werden die "früheren Zustände" nicht mehr zurückkehren. Die Unternehmen sind an der Börse, sie konzentrieren sich aufs Geschäft (und das mit Erfolg). Es muss sich also niemand fürchten.
Die "österreichische Lösung" ist richtig, auch wenn öfters gesagt wird, dass Firmenübernahmen aus dem Ausland keine Einbahnstraße sein dürfen, und österreichische Firmen auch im Ausland Betriebe kaufen. Das ist richtig, aber bei aller Freiheit des Kapitals versteht es doch jedes Land, sich auch bei privaten Eigentümern gegen unerwünschte Übernahmen von Leitbetrieben zur Wehr zu setzen. Einen Energieversorger in den USA zu kaufen, ist unmöglich. Bei Banken

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