Erhöhung der Film-Mittel: FV Filmindustrie ortet grundsätzlich positives Signal

Versprochene Erhöhung der Fernsehfilmförderung noch offen

Wien (PWK237) - "Im Hinblick auf die erhöhte Budget-Disziplin und die notwendigerweise knappen Mittel in einem an Herausforderungen nicht armen Kultur- u. Unterrichtsressort ist die Erhöhung der Mittel für den österreichischen Film ein grundsätzlich positives Signal", meint Werner Müller, Geschäftsführer des Fachverbandes der Audiovisions- u. Filmindustrie, "allerdings muss weiter Bewusstseinsarbeit geleistet werden, um klar zu machen, dass es nicht mit einer geringfügigen Erhöhung der Mittel des Österreichischen Filminstituts und der ohnehin seit Jahren notwendigen Erhöhung der so genannten kleinen Kulturförderung getan ist, nimmt man das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung der österreichischen Filmlandschaft und einer Steigerung der ökonomischen und kulturellen Potentiale im Film-u. Musikbereich ernst. Bedauerlich ist, dass die vor der Wahl versprochene Erhöhung der Fernsehfilmförderung offensichtlich derzeit nicht angegangen wird."

Positiv zu beurteilen sei, dass der Filmbereich einen Schwerpunkt in der Kulturpolitik in der neuen Regierung darstellen soll. Damit sei hoffentlich sicher gestellt, dass die in der "Agenda der österreichischen Film- u. Musikwirtschaft" festgesetzten Forderungen in einem Mehr-Jahres-Programm offensiv ernsthaft diskutiert und umgesetzt werden können.

Die Signale, dass Subventions-Modelle alleine zur Stärkung der Cultural Industries nicht mehr ausreichen werden, werden wohl zur Kenntnis genommen und sollten Anlass sein, erfolgreiche Modelle anderer Länder mit dem österreichischen Modell zu vergleichen und beispielsweise die seit Jahren geforderten Steuermodelle zur Attraktivierung des Film-und Musikstandortes zu realisieren.

Inzwischen nähern sich viele Länder - zuletzt Frankreich mit einer Novelle des Filmförderungsgesetzes im März 2007 - allen Verwertern audiovisueller Inhalte - insbesondere auch Telekommunikationsunternehmen und Internetservice-Providern - und verpflichten über steuerrechtliche oder freiwillige Maßnahmen diese, sich an der Finanzierung von audiovisuellen Content zu beteiligen. Diese Möglichkeiten sind in ihren Auswirkungen und in ihrer Brauchbarkeit für den österreichischen Markt zu überprüfen. Die Schaffung einer interministeriellen Arbeitsgruppe für Contentabgaben zugunsten der Kulturindustrien - wie von Fr.Bundesminister Schmied angekündigt - werde daher bestens begrüßt. (us)

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