Neue Top-Adresse für Bildung und Forschung

"Meierei" in Urstein offiziell eröffnet - Wirtschaftskammer investierte 1,8 Mill. Euro in Sanierung - Denkmalschutz und neue Nutzung bestens vereint

Salzburg-Urstein (OTS) - Mit der mustergültigen Sanierung der "Meierei" in Urstein wurde ein baugeschichtliches Juwel Salzburgs mit Wurzeln bis weit ins 14. Jahrhundert hinein für eine neue Nutzung im 21. Jahrhundert erschlossen. "Wir haben erfolgreich für neues Leben in alten Gemäuern gesorgt", freut sich WKS-Präsident KommR Julius Schmalz am Donnerstag, 29. März, bei der Präsentation der Meierei mit deren neuen Mietern, der Salzburg Management Business School (SMBS), dem FH-Studiengang "Soziale Arbeit" und der "Fachhochschule Salzburg Forschungsgesellschaft".

In enger Zusammenarbeit mit Landeskonservator Hofrat Dr. Ronald Gobiet wurde das Gebäude, das im Laufe seiner Geschichte unterschiedlich genutzt und auch ständig umgebaut wurde, behutsam nach dem Stand der Technik im Denkmalschutz saniert. Bauherr ist die Urstein Infrastruktur GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Wirtschaftskammer Salzburg. Dieser Gesellschaft, übrigens auch Eigentümerin des Salzach-Stegs zwischen Urstein und Rif, wurde von der Privatstiftung Akademie Schloss Urstein das Baurecht auf 45 Jahre übertragen. Die Stiftung wurde 2002 von der Wirtschaftskammer Salzburg gegründet.

Rund 1,8 Mill. Euro investierte die WKS in die Sanierung der Meierei, die nun auf vier Etagen (inklusive Dachgeschoss) über 1.250 m2 Fläche für wichtige Bildungseinrichtungen bietet. "Unterschiedliche Nutzungen waren zuvor im Gespräch, etwa auch als Standort für gastronomische Einrichtungen. Die dynamische Entwicklung der FH, vor allem aber auch die Einbindung der SMBS in das Bildungsnetzwerk 'Wirtschaftskammer-Bildung', machten sehr schnell klar, dass dieses Haus ebenso wie das Schloss und die FH der Bildung, der Wissenschaft und Forschung vorbehalten sein soll", schildert WKS-Präsident Schmalz die Überle-gungen: "Jetzt verfügen der Standort Urstein und Wirtschaftskammer-Bildung über eine weitere Top-Adresse", so Präsident Schmalz.

"Damit ist der Bildungsstandort Urstein erst richtig komplett geworden", ergänzte der frühere WKS-Direktor Dr. Wolfgang Gmachl, Vorstand der Privatstiftung Akademie Schloss Urstein: "Schloss Urstein, Meierei, das Fachhochschulgebäude samt Campus von Ka-da/Wittfeld bilden nicht nur ein bemerkenswertes architektonisches Trio, sondern gemeinsam auch einen der herausragendsten Plätze für Bildung und Forschung in Österreich."

In die Meierei bereits eingezogen ist die Verwaltung des FH-Studiengangs "Soziale Arbeit". Ebenso sind auch die Fachhochschule Salzburg Forschungsgesellschaft und das "Zentrum für Zukunftsstudien" in die Meierei übersiedelt, auch räumlicher Ausdruck einer strategischen und organisatorischen Anpassung der Forschungsbemühungen in und um die FHS. Vor allem aber hat die "Salzburg Management Business School", der führende Anbieter von MBA-Ausbildungen in Salzburg, in der Meierei und im Schloss ihre neue Adresse samt höchst attraktiver Schulungsräume gefunden. Die Akademie Schloss Urstein Privatstiftung der Wirtschaftskammer Salzburg ist seit Ende 2006 mit 26% an der SMBS beteiligt.

Ein neues Kapitel im "Geschichtsbuch Meierei"

Aus dem früheren "Patienten Meierei" wurde ein repräsentatives Gebäude für Forschung und Bildung. "Das bauliche Ergebnis ist in denkmalschützerischer Hinsicht mehr als Standard", zieht Hofrat Gobiet Bilanz über die intensiven Erhebungen zur Bausubstanz und den ausgeführten Arbeiten der spezialisierten Baufirmen. Vom Planungsauftrag über die sorgsamen Erhebungen des Denkmalamtes und die Bauarbeiten bis zur Übergabe des Gebäudes Mitte Februar dauerte es nur ein Jahr. 29 Firmen, davon 20 aus Salzburg, waren beim Umbau des Hauses beteiligt. Umgebaut und saniert wurde unter der Leitung von Architekt Reinhold Mack und des Planungsbüros Schützinger.

Das Gebäude, "zusammengesetzt aus vielen Jahrhunderten" (Gobiet), macht das historische Erbe in Urstein beeindruckend deutlich. So konnte etwa der mehrfach gehobene Dachstuhl mit der Holzkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert ebenso erhalten werden wie die Substanz allgemein und viele andere bauliche Details wie zum Beispiel Fußböden aus dem 17. Jahrhundert, alte Barocktüren und Stuckdecken. Bemerkenswert ist auch das Brunnenhaus mit dem kirchturmartigen Aufsatz samt einem Uhrwerk des berühmten Uhrmachers Johann Bentele aus 1758.

Mit der Sanierung wird der gesamte Gebäudekomplex nutzbar gemacht. So sind etwa im früheren Stallgebäude repräsentative Büroräume der SMBS untergebracht. Der Dachboden selbst mit seiner alten Holzkonstruktion ist ein besonders beeindruckender Raum mit eigener Atmosphäre für Gespräche, Treffen und kleine Seminare geworden.

Bis 1701 war die Meierei das eigentliche Schloss Urstein, danach wurde das Gebäude eben zur "Meierei", also zum Wirtschaftshof. Prägendes Adelsgeschlecht auf Urstein waren zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert die Dückers, allen voran Franz Dücker von Haslau, der Verfasser der berühmten "Salzburger Chronik", und Franz Josef Freiherr von Dücker, eine der wichtigsten Persönlichkeiten des damaligen Salzburgs. Im 19. Jahrhundert blieb das Anwesen noch im Besitz der Familie Dücker. Dismar Freiherr von Dücker verkaufte es 1867 an den Schiffmeister Michael Fink aus Linz, 1875 ging es an Philipp Graf Boos-Waldeck und schon 1883 an Georg Kuhlmann. Über 100 Jahre blieb das Schloss schließlich im Besitz der Familie Kuhlmann. 1999 übernahm es die Gewerbepark Urstein GmbH & Co KG, die es 2003 per Schenkung an die Privatstiftung Akademie Schloss Urstein gemeinsam mit dem Schloss überantwortete. Landeskonservator Gobiet:
"Die Meierei ist ein Geschichtsbuch, das man lesen kann." In diesem Geschichtsbuch wurde nun mit der offiziellen Eröffnung am 29. März 2007 ein neues Kapitel aufgeschlagen.

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