Neudeck: Parkgebührenerhöhung ist ein Anschlag auf die KMU Wiens

Verteuerung der Parkgebühren treibt die Kunden noch mehr in die Einkaufszentren am Stadtrand

Wien (OTS) - "Die überfallsartige Erhöhung der Parkgebühren und Ausweitung der gebührenpflichtigen Parkzeit kann man nur als Anschlag auf die Wiener Handels- und Gewerbebetriebe sehen", hält Detlev Neudeck, Landesobmann des RFW Wien, zu den beschlossenen Erhöhungen fest. "Besonders abstrus ist aber die Rechtfertigung des SPÖ-Rathausklubs zu dieser Verteuerung. Es wird ernsthaft behauptet, man hätte ja dem Wunsch vieler Autofahrer entsprochen."

Während die Kaufleute in Wien unter der Abwanderung der Kunden in die Einkaufszentren am Stadtrand stöhnen - in denen man natürlich gratis parken kann -, unterstützt die Stadt Wien mit ihrer Gebührenpolitik diesen Trend. Gewerbetreibende bekommen aber nach wie vor nur in Ausnahmefällen ein Parkpickerl. Es werden daher auch verstärkt wieder Wiener Firmen ins niederösterreichische Umland abwandern. Anscheinend dürfte das die Wiener Kammer nicht stören, da bis jetzt keine Ablehnung dieser exorbitanten Erhöhung erfolgt ist. Das kann aber auch daran liegen, daß die Kammer in der Kommission für Parkraummanagement vertreten ist.

Auch wenn die Parkgebühren im internationalen Vergleich in Wien eher günstig sind, ist eine Erhöhung der Parkgebühren um 50% nicht verkraftbar, da ja die Kunden gerade wegen dieser Gebühr ausbleiben. Wie sich die Verlängerung der Parkzeit auf 22.00 Uhr mit den Verkaufsstellen für Parkscheine verbinden läßt, ist ebenfalls unklar. Schließlich sperren die Trafiken meist vor oder um 19.00 Uhr zu. Ausländische Touristen und Besucher aus anderen Bundesländern werden sich ärgern, wenn sie zwar abends keine Parkscheine kaufen können und dafür dann von den Parksheriffs zur Kasse gebeten werden.

"Parallel zu der extremen Erhöhung der Parkgebühren gibt es auch eine Verteuerung bei den Wiener Linien. Es wird übrigens in beiden Fällen die Preissteigerung damit begründet, daß der Ausbau des öffentlichen Verkehrs damit gefördert wird", so Neudeck weiter. "Wenn man all diesen Versprechungen - die übrigens nicht wirklich neu sind - glauben kann, dann müßte es in Wien für jeden PKW einen supergünstigen Garagenplatz geben und längst alle Straßenbahnen voll klimatisiert an jeden Punkt Wiens fahren", schloß Neudeck. Schluß(gr)

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