Schennach: Hunderennen sind keine Sportwetten

Grüne: Novomatic vergisst auf UVS-Feststellung aus 2006 - Bildung einer SOKO zum ‚kleinen Glückspiel’ unerlässlich

Wien (OTS) - "Noch immer werden Hunderennen in der Verteidigung gegenüber der Strafanzeige als Sportwetten dargestellt. Das ist unrichtig. Der Unabhängige Verwaltungssenat (UVS) Niederösterreich hat bereits 2006 eindeutig klargestellt, dass die angebotenen Hunderennen als Glückspiel zu betrachten sind", erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundesrat, Stefan Schennach.
Der UVS NÖ hält fest: " Die Berufungsbehörde gelangt daher zum Ergebnis, dass die Veranstaltung zwar als Wette bezeichnet wird, der tatsächliche Gehalt der Veranstaltung als Glückspiel zu werten ist" (Seite 10).

Schennach erwartet sich nun eine gerichtliche Klärung der besorgniserregenden Vorwürfe gegen die angesprochene Firmengruppe und fordert in diesem Zusammenhang die nachträgliche Überprüfung aller Gutachten, nachdem die Strafanzeige der Kripo Niederösterreich von "einem Schutzwall an Gutachtern rund um die Firmengruppe" spricht und auf den angeblichen Umstand verweist, dass den Gutachtern gut dotierte Beraterverträge der Firmengruppe angeboten werden.
"Dies ist mehr als bedenklich und gehört aufgeklärt", so Schennach, der seinerseits auch parlamentarische Schritte ankündigt. "Welche Politiker stehen bzw. standen in einem Naheverhältnis zur Novomatic-Gruppe, ist wohl die entscheidende Frage, denn die Strafanzeige spricht hier von einem intensiven Lobbying gegenüber Politikern und Beamten. Dies gehört durch eine SOKO ebenso untersucht, wie etwa die jüngsten Vorkommnisse in der Wiener Polizei", fordert Schennach, der auch von einem interessanten Schweigen der NÖ und Wiener Landesregierung spricht.

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