Energiekosten mit hocheffizienten Umwälzpumpen senken

Ein EU-weiter Wettbewerb kürt die Kampagne, die den Markt für hocheffiziente Pumpen am besten aufbereitet.

Wien (OTS) - Der Energieverbrauch von Umwälzpumpen verursacht rund drei Prozent des Stromverbrauchs in Österreich. Durch den Einsatz besonders effizienter Technologien kann deren jährlicher Energieverbrauch um bis zu 60 Prozent gesenkt werden. Das entspricht einer Reduktion von 1.000 GWh pro Jahr. Umwälzpumpen gelten zurecht als versteckte Energiefresser. Dass große Einsparpotenziale bestehen, ist bei den Konsumenten (noch) kaum bekannt. Ein EU-weiter Wettbewerb des Projekts "Energy+ Pumps" sucht die Kampagne, die am besten dazu beiträgt, hocheffiziente Pumpen am Markt zu etablieren. "Energy+ Pumps" wird in Österreich von der Österreichischen Energieagentur betreut.

Die neuen, hocheffizienten Umwälzpumpen zeichnen sich in erster Linie durch vier technische Innovationen aus:

  • Die Nutzung der Permanentmagnettechnik steigert die Motoreffizienz.
  • Ein verbessertes Laufraddesign erhöht die hydraulische Effizienz.
  • Ein Frequenzumrichter ermöglicht die Kontrolle der Drehzahl und vermeidet unnötig hohe Fördermengen.
  • Das neue, kompakte Statordesign im Motor nutzt die Kupferwicklungen der Spule wesentlich effizienter.

Effizienzlabel auch bei Umwälzpumpen

Hocheffiziente Pumpen sind um über 60 % effizienter als herkömmliche. Um den Markteintritt der neuen Pumpentechnologie zu beschleunigen, hat sich die europäische Pumpenindustrie in einer freiwilligen Vereinbarung dazu entschlossen, das bekannte Energie-Effizienzlabel auch bei Umwälzpumpen einzusetzen. Der Einsatz des Labels ist auch insofern neu, als es sich bei den Umwälzpumpen um keinen klassischen Endkundenmarkt handelt: Vielmehr wird die Pumpe über den Kesselhandel oder Installateure vertrieben und zwar in einem Marktsegment, in dem Mehrkosten von 150 Euro bereits ein Entscheidungskriterium sein können.

Das EU-Projekt "Energy+ Pumps", das in Österreich die Österreichische Energieagentur betreut, will den Markt für Heizsysteme mit hocheffizienten Pumpen zusätzlich unterstützen. So führt das Projekt unter anderem die wichtigsten Marktakteure zusammen: Pumpen- und Heizungshersteller, Heizungsinstallateure, Eigentümer von großen Gebäudebeständen, private Hausbesitzer sowie Käufer von Umwälzpumpen. Als Service für die Pumpenkäufer wird eine Liste mit den aktuell am Markt erhältlichen, energieeffizienten Umwälzpumpen und den entsprechenden Heizkesseln erstellt.

Europaweiter Wettbewerb

Im Rahmen eines europaweiten Wettbewerbs soll nun die beste Kampagne zur Förderung hocheffizienter Umwälzpumpen ausgezeichnet werden. Energieberatungseinrichtungen, öffentliche Stellen wie Fördereinrichtungen, Schulen und Wohnbaugenossenschaften, aber auch Heizungsfirmen, die hier einen Schwerpunkt setzen wollen, können teilnehmen. Eingereicht werden können alle Aktivitäten und Kampagnen, die bis Dezember 2007 gestartet wurden. Die Österreichische Energieagentur empfiehlt allerdings, mit der Kampagne bereits im September zu starten: Viele Konsumenten stellen beim ersten Heizen fest, dass die Heizung nicht funktioniert, häufig ist die Umwälzpumpe die Ursache. Zu diesem Zeitpunkt sollte der Konsument bereits über das notwendige Wissen verfügen und beim Installateur die hocheffiziente Pumpe gezielt nachfragen.

Das Projekt "Energy+ Pumps" ist Bestandteil des Programms "Intelligent Energy Europe" (IEE) der Europäischen Kommission und wird europaweit von zehn Partnern aus neun Ländern umgesetzt. In Österreich wird das Programm durch das Lebensministerium gefördert. Weitere Information unter: www.energypluspumps.eu

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