Öffipreis-Erhöhung: SPÖ interessiert sich nicht für Klimaschutz

Glawischnig: Gusenbauer soll Häupl zur Räson bringen

Wien (OTS) - Als "entlarvend" bezeichnet die stv. Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig die Tariferhöhung für die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien. "Die SPÖ wird nicht müde zu betonen, wie entscheidend Klimaschutz für sie ist. Und dann erhöht ausgerechnet das rote Wien die Öffi-Preise", ärgert sich die Grüne. Die Klimaschutzdebatte dürfte damit völlig an der SPÖ vorbeigegangen sein. "Wer die Maßnahmen gegen den Klimawandel ernst nimmt, muss den öffentlichen Verkehr fördern: Die Tarife müssen günstig bleiben, die Takte und der Komfort verbessert werden." Glawischnig verweist darauf, dass Benzin im Vergleich zum Öffi-Fahrschein seit Jahrzehnten klar bevorzugt werde. "Benzin ist um zehn Prozent teurer als vor 20 Jahren, Diesel kostete gleich viel. Nur ein Straßenbahnfahrschein hat sich um 60 Prozent verteuert."

"Auch die längst fällige Verdoppelung der Parkgebühren ist nur eine Alibiaktion. In Wien ist Parken im Vergleich zu Rest-Österreich mit Abstand am billigsten gewesen. Das ist nur eine notwendige Anpassung." Keiner werde deshalb auf die gleichzeitig teurer werdenden Öffis umsteigen, kritisiert Glawischnig. Überdies bemängelt die Grüne Vizechefin, dass die Mittel aus der Parkschein-Erhöhung vor allem der Baulobby zugute kommen sollen. "Das Mindeste wäre das Geld vollständig in den öffentlichen Verkehr zu investieren."

Glawischnig fordert, dass die Öffi-Preispolitik ebenso wie die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung beim "Klimagipfel" mit den Landeshauptleuten diskutiert werden. "Gusenbauer und Pröll müssen auf ihre Länder und Gemeinden einwirken. Klimaschutz muss in allen Lebensbereichen vorrangig sein." Der Kanzler müsse Bürgermeister Häupl zur Räson bringen, die Öffipreis-Erhöhung zurückzunehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001