ÖSTERREICH: Hoteliers wurden mit Strafen für ihre Homepages bedroht

Anwalt schickte Mahnbrief samt Rechnung

Wien (OTS) - Hundert Hoteliers, vorwiegend in Tirol und Salzburg, haben dieser Tage einen dubiosen Mahnbrief einer Salzburger Anwaltskanzlei erhalten, berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer morgigen (Samstag-) Ausgabe.

ÖSTERREICH liegt ein solches Schreiben vor: Darin wurde mitgeteilt, dass die Homepages der Hotels nicht dem E-Commerce-Gesetz entsprechen. Es drohen bis zu 3.000 Euro Strafe. Die Anwaltskosten für das Schreiben von 1.171,08 Euro seien binnen 14 Tagen zu begleichen. Die Kanzlei agiere im Auftrag des "Vereins zum Schutz für faires E-Commerce-Business".

Die Wirtschaftskammer Tirol schaltete sich umgehend ein. Die Anwaltskanzlei gab die Vollmacht wieder ab. Gegenüber ÖSTERREICH erklärte der Anwalt: "Ich wurde erst nachträglich darüber informiert, dass dieser Verein erst vor kurzem gegründet wurde." Laut Vereinsregister in der Vorwoche, am 15. März.

Der Anwalt nahm an, dass der Verein schon längere Zeit Internet-Seminare veranstalte: "Die glaubten, über diesen Umweg Teilnehmer für ihre Seminare zu bekommen." Laut Kammer muss die Rechnung nicht bezahlt werden.

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