Dringend nötige Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge - Versicherungswirtschaft erfreut über politischen Vorstoß

Wien (OTS) - Um die erste Säule unseres Pensionssystems zu entlasten, muss private Vorsorge - auch in Form der betrieblichen Altersvorsorge - weiter gestärkt werden. Der Markt für betriebliche Vorsorge erreicht in Österreich derzeit ein Prämienvolumen von etwa 376 Millionen Euro. Europaweit befindet sich Österreich damit im Schlussfeld.

Die heute publizierte Absicht von Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein, ab 2010 die betriebliche Altersvorsorge mit staatlichen Prämien zu fördern, wird von der österreichischen Versicherungswirtschaft ausdrücklich begrüßt und unterstützt.

Seit September 2005 gibt es in Österreich die Möglichkeit, mit der betrieblichen Kollektivversicherung private Altersvorsorge zu betreiben. Als Alternative zu Pensionskassenmodellen sollte diese Gruppenrentenversicherung des Arbeitgebers für seine Arbeitnehmer eine weitere Stärkung der 2. Säule und somit eine bessere Absicherung der Altersvorsorge in Österreich mit sich bringen. Der österreichische Markt dafür entwickelt sich aber im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn bisher weniger dynamisch als erwartet, es besteht immer noch erheblicher Nachholbedarf. Dazu der Generalsekretär des österreichischen Versicherungsverbandes, Dr. Louis Norman-Audenhove: "Während beispielsweise in Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz zwischen 30 und 40% der Altersvorsorge aus Betriebspensionen bestehen, sind es in Österreich um die 2-3%. Das ist sogar weniger als Spanien vorzuweisen hat."

Staatliche Unterstützung ist guter Anreiz

Wie schon das Modell "prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge" gezeigt hat, wirken sich staatliche Förderungen äußerst positiv als Anreiz für die private Vorsorge aus. Nach 4 Jahren Zukunftsvorsorge bestehen in Österreich rund eine Million Verträge. Ähnliche Impulse könnte die nun angedachte Förderung der betrieblichen Altersvorsorge bringen. "Die Unternehmen, die sich in Österreich der betrieblichen Altersvorsorge bedienen, nützen sie vor allem als Instrument der Personalentwicklung und zur Mitarbeiterbindung bzw. -motivation. Die Anzahl dieser Unternehmen und der von ihnen versorgten MitarbeiterInnen könnte wesentlich gesteigert werden, wenn es den richtigen Anreiz dafür gäbe", meint VVO-Generalsekretär Dr. Louis Norman-Audenhove als Vertreter der Versicherungswirtschaft.

Weiterer Ausbau der betrieblichen Vorsorge - aber wie?

Noch ist offen, wie denn nun genau das Modell zur Förderung der betrieblichen Altersvorsorge aussehen soll, die Versicherungswirtschaft hat aber bereits im letzten Jahr Vorschläge zum weiteren Ausbau der zweiten Säule gemacht. "Neben der staatlichen Förderung als Anreiz, sind für die Versicherungsbranche insbesondere zwei Punkte wichtig: einerseits die Erweiterung der betrieblichen Kollektivversicherung auch auf Beamte und Vertragsbedienstete sowohl auf Bundes-, Landes- als auch Gemeindeebene. Das betrifft immerhin fast eine halbe Million Österreicherinnen und Österreicher. Andererseits deckt sich der Vorschlag von Minister Bartenstein über die Ermöglichung von Bezugsumwandlungen in die betriebliche Altersvorsorge von bis zu 10 % des Gehalts inklusive Zuzahlungen auch mit unseren Wünschen. Beide Maßnahmen würden nicht nur den Markt beleben, sondern auch über eine Stärkung der zweiten Säule die erste Säule unseres Pensionssystems entlasten.", ist Norman-Audenhove überzeugt.

Die betriebliche Kollektivversicherung bietet als Modell zur betrieblichen Altersvorsorge wichtige Vorteile: garantierte Wertzuwächse, jährliche unverfallbare Gewinnzuteilungen und auch eine garantierte Rentenleistung in der Pensionsphase.

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