VP-Gerstl: Abschaffung von "Licht am Tag" im Stadtgebiet

Wien (VP-Klub) - LAbg. Wolfgang Gerstl, Verkehrssprecher der ÖVP Wien, spricht sich für die Abschaffung der Maßnahme "Licht am Tag" im Stadtgebiet aus. "Alles was der Sicherheit dient, hat Vorrang. Aber wenn keine Verbesserungen für die Sicherheit festzustellen sind, wie dies bei der Maßnahme ’Licht am Tag’ der Fall ist, muss diese neu überdacht werden. Die Abschaffung würde im Stadtgebiet auch einen geringeren Spritverbrauch mit sich bringen und somit der Umwelt zugute kommen", so Gerstl, der sich "Licht am Tag" bestenfalls auf Überlandstraßen und Autobahnen vorstellen kann. Zu diskutieren wäre für ihn aber generell, ob bei guter Sicht das Einschalten des Lichts grundsätzlich Sinn macht.

Wie bisher feststellbar, haben sich in der Unfallstatistik seit Einführung von "Licht am Tag" im städtischen Bereich keine signifikanten Besserungen ergeben. Dafür beläuft sich der Mehraufwand für die dauerhafte Aktivierung des Autolichts während des Betriebes aufgrund des höheren Spritverbrauchs auf rund 150 Millionen Euro im Jahr. Der Jahres-Gesamtenergieverbrauch liegt bei etwa 400 Mio. kWh, was rund 130 Mio. Liter Treibstoffmehrverbrauch bedeutet. Gesamt resultiert daraus ein Ausstoß von 334.000 Tonnen CO2 pro Jahr.

"Sprit- und kostensparendes Fahren sollte das Ziel eines ’Klima-Gesamtpaketes Auto’ sein", so der VP-Verkehrssprecher. Doch nicht nur der Umweltaspekt spricht für Gerstl gegen die Aktivierung des Lichts am Tag, sondern auch die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer, die gegenüber den beleuchteten Verkehrsteilnehmern schwerer zu erkennen sind. Durch das Ausfallen eines Lichts beim PKW, aufgrund der ständigen Beanspruchung, ist zudem die Verwechslung von zweispurigen und einspurigen Fahrzeugen eine Gefahr im Straßenverkehr.

"Die nach zwei Jahren zwingend vorgesehene Evaluierung des Gesetzes muss nun durchgeführt werden. Dies ist ein guter Zeitpunkt, diese Maßnahme, die keine Verbesserung für die Sicherheit bringt, jedoch die Umwelt belastet, in erster Linie im Stadtgebiet abzusetzen", schließt Gerstl, der von Infrastrukturminister Faymann die rasche Durchführung der angekündigten Überprüfung von "Licht am Tag" und entsprechende Konsequenzen fordert.

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