AKNÖ-Staudinger fordert Reform der Pendlerpauschale - Kleinverdiener trifft Belastung voll

Wien (AKNÖ) - Die Erhöhung der Mineralölsteuer trifft alle Pendler, von der angekündigten Erhöhung des Pendlerpauschales um lediglich 10 Prozent werden jedoch nur wenige Pendler profitieren können, weist die Niederösterreichische Arbeiterkammer die bisher bekannt gewordenen Vorschläge zurück. AKNÖ-Präsident Staudinger: "Es kann nicht sein, dass zum Beispiel hunderttausende Teilzeitbeschäftigte ohne jeden Ausgleich zur Kasse gebeten werden." Verhandlungen zwischen Bund und Ländern dürfen nicht auf dem Rücken der Pendler ausgetragen werden.

Je höher das Einkommen, um so höher die Abfederung Pendler, die 45 km zur Arbeit fahren, werden nach Berechnungen der AKNÖ mit 10,56 Euro monatlich mehr belastet. Die angekündigte Erhöhung des Pendlerpauschales mindert diese Belastung so: o Bei einem leitenden Angestellten mit 5.150 Euro Bruttomonatsgehalt um 4,09 Euro. o Bei Bruttomonatseinkommen zwischen 1.400 und 2.000 Euro um 3,13 Euro und o bei kleineren Einkommen bis rund 1.130 Euro beträgt die Abfederung null Euro. Davon betroffen sind jedenfalls 40 % der Frauen, die Teilzeit arbeiten. AKNÖ-Präsident Staudinger: "Das Pendlerpauschale muss bei kleinen Einkommen als Negativsteuer ausbezahlt werden. Nur diese Änderung ist sozial fair. Da ein Drittel der Arbeitnehmer derzeit keine Lohnsteuer bezahlt, nützt ihnen der Absetzbetrag nichts. Das behindert die Mobilität auf der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz."

Allgemeiner Verkehrsabsetzbetrag seit 18 Jahren nicht erhöht Der allgemeine Verkehrsabsetzbetrag, der unabhängig von der Wahl des Verkehrsmittels gewährt wird, beträgt seit 18 Jahren unverändert 291 Euro. Im selben Zeitraum ist der Verbraucherpreisindex um 45 Prozent gestiegen. AKNÖ-Präsident Staudinger: "Der Verkehrsabsetzbetrag muss gleichzeitig mit der Erhöhung der Mineralölsteuer an die gestiegenen Verkehrsausgaben angepasst werden."

Kilometergeld für Dienstreisen auf 42 Cent erhöhen Immer mehr Arbeitnehmer müssen für Dienstfahrten den eigenen Pkw zur Verfügung stellen. Deshalb muss auch das Kilometergeld sofort von 37,6 auf 42 Cent erhöht werden. "Manche Arbeitgeber zahlen nicht einmal das sogenannte amtliche Kilometergeld aus", kritisiert AKNÖ-Steuerexperte Bruno Novozsel.

AKNÖ fordert Erhöhung des Pendlerpauschales um 15 Prozent "Die Wege zur Arbeit werden immer länger, bestätigen die Pendlerstudien, deshalb muss der öffentliche Verkehr unabhängig von der Erhöhung der Verbrauchssteuern umfassend ausgebaut werden", fordert AKNÖ-Verkehrsexperte Thomas Kronister. Die AK-Forderung nach Erhöhung des Pendlerpauschales um 15 Prozent ist deshalb recht und billig.

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