Österreichischer Impftag 2007

Einbrüche bei der Durchimpfungsrate sind gefährlich!

Wien (OTS) - Führende Impfexperten nehmen einen Tag lang die aktuelle Impfsituation in Österreich ins Visier: Am Samstag, dem 24. März 2006, findet in Salzburg der 16. Österreichische Impftag statt. Rund 500 Ärzte und Apotheker werden sich bei dieser hochkarätigen Veranstaltung der wichtigsten Impfthemen annehmen und die neuen Impfempfehlungen erörtern. Die Veranstalter (das Österreichische Grüne Kreuz für Vorsorgemedizin, die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, die Österreichische Ärztekammer und die Österreichische Apothekerkammer) sehen die hohe Durchimpfungsrate in Österreich gefährdet und appellieren an die Gesundheitsbehörden, Schutzimpfungen in Zukunft noch freigebiger zu unterstützen, das Impfbewusstsein der Bevölkerung zu steigern und die Schwellenangst vor Impfungen abbauen zu helfen.

"Schutzimpfungen sind die wirksamste und kostengünstigste Vorsorgemaßnahme", sagt Mag.pharm. Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer.

Impfen rettet Leben

Wer Masern im Erwachsenenalter bekommt und nicht geimpft ist, läuft Gefahr an schwerster Lungenentzündung oder sogar an Gehirnhautentzündung zu erkranken. Mumps im Erwachsenenalter kann hingegen zu Diabetes oder zu Unfruchtbarkeit führen oder gar zu Taubheit. Sowohl Mumps als auch Masern sind Viruserkrankungen gegen die man nur durch eine Impfung geschützt ist.

Im Sommer 2006 ist im Kärntner Drautal eine Mumps-Epedemie ausgebrochen. Mehr als 2000 Männer und Frauen mussten rasch geimpft werden. Die Impfexperten sehen derartige Ausbrüche mit wachsender Sorge. Neben Mumps hat es im Vorjahr auch erneut schwere Fälle von Masern gegeben. Viruserkrankungen, die man längst schon im Griff zu haben glaubte, brechen wieder aus. Der Grund: Durch Impfausfälle ist ein ganzheitlicher Schutz der österreichischen Bevölkerung nicht mehr gegeben.

Die Vorträge bei der Veranstaltung in Salzburg reichen über die aktuelle Situation von Mumps in Österreich über die Eindämmung von Influenza, Hepatitis und FSME bis hin zu wissenschaftlich fundierten Beiträgen über die Ungefährlichkeit von Impfungen sowie die Neuerungen im österreichischen Impfplan, der jedes Jahr aktualisiert wird.

Moderne Impfungen schützen vor immer mehr Krankheiten und verhindern damit enormes Leid. Besonders wertvoll ist der neue Impfstoff gegen Papillomviren, der vor dem gefährlichen Gebärmutterhalskrebs und schmerzhaften Genitalwarzen schützt. Er ist für Mädchen und Buben zugelassen und seit Ende 2006 in allen Apotheken bis Ende Juni 2007 vergünstigt erhältlich. Auch für Babies und Kleinkinder gibt es Neuerungen im Impfplan. Nach neuesten Erkenntnissen soll die Schluckimpfung gegen Rotaviren unbedingt vor dem 6. Lebensmonat erfolgen. Die Impfung gegen Hepatitis A wird für alle Kleinkinder vor Eintritt in Gemeinschaftseinrichtungen angeraten.

Zentrale Rolle der Apotheken

Apothekerinnen und Apotheker haben bei der Information über die Notwendigkeit von Impfungen schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Körner: "Wir Apotheker sehen es als gesundheitspolitische Aufgabe, über Impfstoffe umfassend zu informieren und Impfaktionen zu unterstützen." So läuft zum Beispiel von Anfang Mai bis Ende Juni wieder eine Impfaktion für Hepatitis A und A+B. Von Anfang Jänner bis Ende Juli findet wieder eine Impfaktion für FSME statt und von Anfang April bis Ende September läuft eine Impfaktion gegen Meningokokken.

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