Grüne Wien zu Weltwassertag: Straßenwaschen mit Hochquellwasser muss nicht sein

Maresch: Stadt Wien handelt ökologisch bedenklich

Wien (OTS) - "Straßenspritzen und Grünanlagenbewässerung muss nicht mit wertvollen Hochquellwasser erfolgen", kritisiert der Umweltsprecher der Grünen Wien am heutigen Tag des Wassers das Vorgehen der Stadt Wien. Es werde häufig argumentiert, dass sowieso genügend Hochquellwasser vorhanden wäre und daher Wassersparmaßnahmen nicht sinnvoll wären. Tatsächlich hat die Stadt Wien in den letzten Jahren Millionenbeträge in die Erschließung neuer Quellen und in den Ausbau von Grundwasserwerken investiert. "Durch diese immer weitere Erschließung von Quellen werden wertvolle Quellbiotope zerstört", so Maresch.

Aber auch trotz der Erschließung der neuen Quellen ist der Trinkwasserbedarf in Wien nicht 100 prozentig mit Hochquellwasser gedeckt. In Hitzeperioden muss zusätzlich Grundwasser eingespeist werden. Das Grundwasser ist von der Schadstoffbelastung her deutlich schlechter als das Hochquellwasser. "Eine absurde Situation:
Hochquellwasser wird zum Straßenaufspritzen und zur Bewässerung eingesetzt dafür erfolgt die Trinkwasserversorgung einiger Wiener Gebiete mit qualitativ minderwertigerem Grundwasser", sagt Maresch.

Die Grünen Wien fordern eine verstärkte Nutzung von Regenwasser in größeren Wohnhausanlagen, Einkaufszentren und in Industrie- und Gewerbegebieten. Weiters könnten wesentliche Einsparpotentiale durch eine ökologisch angepasste Grünraumgestaltung realisiert werden. Darüber hinaus soll es ein verpflichtendes Grünraumkonzept bei Wohnungsneubauten und bei der Errichtung von Einkaufszentren geben und einen differenzierten Einsatz von Grund- und Hochquellwasser.

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