Mit dem Kampfjet ins Wochenende - Kräuter fordert Aufklärung von Platter

Wien (SK) - Zu welchem Zweck der frühere Verteidigungsminister, Innenminister Platter, die bekannt gewordenen 13 Flüge mit einem Heeres-Kampfjet absolviert hat, will SPÖ-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter wissen. Die meisten Reisen seien ins Wochenende in Platters Heimat nach Tirol gegangen, Kräuter erwartet sich eine vollständige Aufklärung zu welchem Zweck diese Flüge tatsächlich absolviert wurden. ****

"Platter gibt an, dass diese Flüge dienstlich waren. Das Verteidigungsministerium bestätigt diese Angabe nicht. Auffällig ist, dass die meisten dieser 13 Flüge vor einem Wochenende stattgefunden haben und nach Tirol gingen, wo Platter wohnt", stellte Kräuter gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Fix ist jedenfalls, dass jede Flugstunde mit der extra umgebauten Saab-105 5.800 Euro plus 1.000 Euro für Treibstoff kostete. Dazu komme noch, dass Platter jeweils "one way" geflogen sei, ein Chauffeur mit Dienstlimousine sei dem Minister gefolgt, um diesen nach dem Wochenende wieder nach Wien zu bringen.

"Ich gehe davon aus, dass Platter die heutige Sondersitzung des Nationalrates auch dazu nutzen wird, diese enorm teuren Flüge ins heimatliche Tirol zu erklären. Wenn nicht, so werde ich den Herrn Minister bei seiner nächsten Vernehmung im Eurofighter-Untersuchungsausschuss zu diesen Wochenendtripps auf Steuerzahlerkosten befragen", schloss Kräuter (Schluss) gd

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0002