IV-Präsident Sorger: Europäische Einigung historische Erfolgsgeschichte

50 Jahre Römische Verträge: Europäische Arbeitgeber für starke und regierbare Union - Appell für aktive, konsequente, ehrliche und transparente Europa-Politik

Wien (OTS) - (PdI) "Eine aktive, konsequente, ehrliche und transparente Europa-Politik bringt eine verstärkte Zustimmung der österreichischen Bevölkerung zur Europäischen Union. Europa, richtig gemacht, ist die Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung", erklärte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, heute, Donnerstag, anlässlich des 50-Jährigen Jubiläums der Römischen Verträge. Der Jahrestag sei für die IV als "Vorreiterin der europäischen Integration Österreichs" Anlass, mit Stolz auf die bisherige Entwicklung der Union zu blicken. "Die 1957 von sechs Staaten gegründete Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und später die EU sind unbestritten das weltweit erfolgreichste Projekt der jüngeren Geschichte zur Völkerverständigung und Friedenssicherung", so Sorger.

"Keiner der Unterzeichner der Römischen Verträge hätte sich vermutlich erwartet, dass sich unser Kontinent in einem halben Jahrhundert zu einer wirtschaftlichen und politischen Union aus 27 Mitgliedstaaten mit gemeinsamen Binnenmarkt, einer Wirtschafts- und Währungsunion und einer gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik entwickeln würde", so Sorger. Die Industriellenvereinigung habe sich dabei stets bemüht, die Vorteile der EU-Integration aufzuzeigen. "Das werden wir auch weiterhin tun", betonte der IV-Präsident, der auch Vizepräsident des europäischen Industrie- und Arbeitgeberdachverbandes BUSINESSEUROPE ist. Die europäische Einigung habe sich zu einer "historischen Erfolgsgeschichte für den ganzen Kontinent und für unser Land im besonderen" entwickelt. Österreich habe vom EU-Beitritt 1995 enorm profitiert und sei einer der Hauptgewinner der EU-Erweiterung 2004, so Sorger. Dies müsse "auch in den Köpfen und Herzen der Bürgerinnen und Bürger verankert werden. Hier gibt es noch Handlungsbedarf."

Vor diesem Hintergrund sei "undifferenzierte Globalisierungs- und Europa-Kritik sowie populistisches EU-Bashing kontraproduktiv". Der nationalstaatliche Reflex "ist der falsche Weg. Nicht die nationale Einigelung und protektionistische Verhaltensmuster werden uns weiterbringen, sondern die gemeinsame Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in allen Mitgliedstaaten durch Marktöffnung, mehr Wettbewerb sowie durch Innovation und Reform der Arbeitsmärkte. Diesen Modernisierungs- und Veränderungsweg müssen wir im Rahmen der Lissabon-Strategie in Österreich und Europa konsequent weiter gehen", sagte der IV-Präsident.

Für starke Kommission, Ratspräsidenten und EU-Außenminister -gegen Europa der "zwei Geschwindigkeiten"

Die IV gehe davon aus, dass es der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft gelingen wird, beim EU-Gipfel im Juni nicht nur den Fahrplan für einen neuen EU-Vertrag abzustecken, sondern auch schon die Eckpunkte einer inhaltlichen Einigung im Kreise der 27 Regierungschefs zu diskutieren. "Wir brauchen weiterhin ein starkes und regierbares Europa, das auf einem festen und allgemein gültigen vertraglichen Fundament aufbaut. Ein Europa der zwei Geschwindigkeiten ist daher nur die zweitbeste Lösung", betonte Sorger weiter. Die IV wie auch BUSINESSEUROPE treten für eine starke und unabhängige Kommission als Hüterin der Verträge ein, sprechen sich für einen Ratspräsidenten und EU-Außenminister - "One voice" -aus und befürworten zur Steigerung der Effizienz mehr Abstimmungen mit qualifizierter Mehrheit.

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