Auslandseinsätze: Neue Unterkünfte für KIOP-Kräfte in Güssing

Darabos: "Krisen dort entgegenwirken, wo sie entstehen"

Wien (OTS) - In einem Festakt in der Montecuccoli Kaserne in Güssing wurden heute, Donnerstag, in Anwesenheit von Verteidigungsminister Norbert Darabos neue Unterkünfte an Soldatinnen und Soldaten, die bei internationalen Operationen eingesetzt werden, übergeben. Ein bestehendes Gebäude der Kaserne wurde zu einem Unterkunftsgebäude umgebaut. Es verfügt nun über 16 Zweibettzimmer, die den Soldatinnen und Soldaten ein modernes Wohnumfeld bieten. Die Bauarbeiten, die zum überwiegenden Teil von burgenländischen Firmen abgewickelt wurden, starteten im August 2006. Insgesamt wurden rund 630.000 Euro investiert.
Dazu Verteidigungsminister Norbert Darabos: "Neben Güssing werden im Burgenland die Kasernen Eisenstadt und Bruckneudorf stark aufgewertet. Das sind wichtige Impulse für das Bundesland. Diese Standortaufwertungen machen das Bundesheer im Burgenland fit für zukünftige Anforderungen, sichern Arbeitsplätze und sind Impulsgeber für die regionale Wirtschaft."****

Um in Zukunft eine Beteiligung Österreichs an friedensunterstützenden Missionen gewährleisten zu können, hat das Bundesheer die so genannten Kräfte für Internationale Operationen (KIOP) geschaffen. In Güssing werden hinkünftig alle KIOP-Soldatinnen und Soldaten des Burgenlandes stationiert. Das Jägerbataillon 19 im Burgenland wurde aufgrund der bisherigen erfolgreichen Aufstellung von KIOP-Kräften zusätzlich beauftragt, einen Granatwerferzug, einen Versorgungszug und einen Sanitätszug zu formieren. Durch die Konzentration der burgenländischen KIOP-Kräfte sowie die geplante Erweiterung des Jägerbataillons 19 war es notwendig, die Unterkunftskapazitäten in Güssing entsprechend zu erweitern.

"Mit unseren Einsätzen, denen allesamt ein UN-Mandat und ein Beschluss im Nationalrat zu Grunde liegt, helfen wir Menschen in von Krisen geplagten Regionen. Wir geben ihnen Hoffnung auf ein besseres Leben", betonte Darabos in seiner Festrede. Dieses hohe Maß an internationaler Solidarität müsse für Österreich selbstverständlich sein und bleiben. "Wir werden auch in Zukunft gefordert sein, unseren Beitrag zum internationalen Krisen- und Konfliktmanagement zu leisten. Wir müssen Krisen dort entgegenwirken, wo sie entstehen, um die betroffene Bevölkerung zu schützen und eine überregionale Ausweitung des Konflikts zu verhindern", so Darabos.

Derzeit verfügt Österreich über rund 1.100 KIOP-Soldatinnen und Soldaten, die speziell für Auslandseinsätze ausgebildet wurden. Bis zum Jahr 2009 sollen es rund 2.200 KIOP-Kräfte sein, die im Bedarfsfall rasch für Auslandseinsätze zur Verfügung stehen.

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