AK: Dominoeffekt durch Aus für die Erbschaftssteuer gefährdet die Steuerreform

Aus für die Erbschaftssteuer heißt Aus für die Schenkungssteuer und heißt massive Einbrüche bei der Einkommenssteuer

Wien (OTS) - Vor einem hunderte-Millionen-Euro-Dominoeffekt durch ein Aus für die Erbschaftssteuer, der zudem die dringend notwendige steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit gefährdet, warnt die Arbeiterkammer und unterstützt daher die Argumente der Initiative von 300 ÖkonomInnen gegen die Abschaffung der Erbschaftssteuer. "Durch das Aus der Erbschaftssteuer droht auch das Aus für die Schenkungs-steuer und das bedeutet wieder ganz massive Einbrüche bei der Einkommenssteuer", sagt AK Direktor Werner Muhm, "da gerät das gesamte Steuersystem ins Wanken." Grund: Ohne Schenkungssteuer können Unternehmer nach Belieben Unternehmensanteile etwa an Familienmitglieder verschenken und so ihre Einkommenssteuerleistung minimieren. Nach ExpertInnenberechnungen drohen so Verluste von mehreren hundert Millionen Euro. "Wir brauchen in Österreich ganz dringend eine Reform der Steuer- und Abgabenstruktur", sagt Muhm, "der Faktor Arbeit gehört endlich entlastet und es müssen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet werden." Eine solche Strukturreform sei aber von Beginn an zum Scheitern verurteilt, wenn Österreich als einziges westliches Industrieland die Vermögenssteuer, die Börsenumsatzsteuer und jetzt auch die Erbschaftssteuer und die Schenkungssteuer abschaffe, sagt Muhm.

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