Rotes Kreuz fordert die Einführung der "Rettungsgasse"

Verkehrsstaus gefährden zunehmend die Versorgung von Unfallopfern

Wien (Rotes Kreuz) - Die starken Schneefälle in Kärnten zeigten wieder einmal die Notwendigkeit einer gesetzlich vorgeschriebenen Rettungsgasse auf. Über 1000 stecken gebliebene Fahrzeuge bildeten einen mehrere Kilometer langen Stau.
Trotz des sofortigen Einsatzes hatte das Rote Kreuz massive Schwierigkeiten alle im Stau befindlichen Personen zu versorgen.

Auf österreichischen Autobahnen sind die Pannenstreifen für Einsatz-und Rettungsfahrzeuge freizuhalten. Durch die starke Zunahme des Verkehrs kommt es bei Unfällen und Staubildungen aber vermehrt dazu, dass Lkws und Pkws auf Pannenstreifen ausweichen und damit für die Einsatzkräfte den Weg versperren.
Um die rasche Versorgung im Ernstfall gewährleisten zu können, müssen die Einsatzkräfte ungehindert zum Einsatzort gelangen. Daher fordert das Rote Kreuz schon seit Jahren die Einführung der Rettungsgasse. In verschiedenen Gesprächen wird - auf ministerieller Ebene - dazu Bereitschaft signalisiert. Offensichtlich fehlt aber noch immer der politische Wille.

In Deutschland und der Schweiz ist die Rettungsgasse schon gesetzlich als System verankert. Wenn sich ein Stau gebildet hat und Einsatzkräfte durchkommen müssen, weichen Pkws und LKWs jeweils an den rechten und linken Fahrbahnrand, sodass in der Mitte die Spur für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge befahrbar bleibt.

Foto vorhanden.

Rückfragen & Kontakt:

ÖRK-Pressestelle
Mag. Bernhard Jany
Tel: 01/58 900-151
Mobil: 0664/264 76 02
bernhard.jany@roteskreuz.at
www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK0001