Neues Volksblatt: "Klage und Tat" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 22. März 2007

Linz (OTS) - Mit der Klage über Klimaveränderungen - Hochwasser, Stürme oder warme Winter - ist der Mensch ja rasch. Wenn es dann freilich um das konkrete Tun geht, ist es mit dem Verständnis für Notwendigkeiten rasch vorbei. Der Blick zum Nachbarn oder in die zu Recht über Jahre für ihren verantwortungslosen umweltpolitischen Crashkurs kritisierten USA dient da leicht als willkommene Ablenkung von Verantwortungen im eigenen Bereich. Mit der jetzigen Erhöhung der Mineralölsteuer wird diese persönliche Verantwortung quasi von jeder Österreicherin, jedem Österreicher direkt eingemahnt. Das sollte sich vor Augen führen, wer da gleich nur an Abzockerei denkt. Die ökologischen Zerstörungen sind zu weit fortgeschritten, um Klimaschutz noch quasi gratis einmahnen zu können. Was nicht heißt, dass etwa die Industrie weniger gefordert wäre.
Pkw- oder Lkw-Verzicht funktioniert freilich nur, wenn die entsprechenden Alternativen funktionieren. Versickern die zusätzlichen Möst-Mittel in irgendwelchen Budgetlöchern statt für die Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs genutzt zu werden, wird aus "Klimageld" ein Ärgernis. An dieser Latte wird die Erhöhung zu messen sein.

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