• 21.03.2007, 19:20:25
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Neues Volksblatt: "Klage und Tat" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 22. März 2007

Linz (OTS) - Mit der Klage über Klimaveränderungen - Hochwasser,
Stürme oder warme Winter - ist der Mensch ja rasch. Wenn es dann
freilich um das konkrete Tun geht, ist es mit dem Verständnis für
Notwendigkeiten rasch vorbei. Der Blick zum Nachbarn oder in die zu
Recht über Jahre für ihren verantwortungslosen umweltpolitischen
Crashkurs kritisierten USA dient da leicht als willkommene Ablenkung
von Verantwortungen im eigenen Bereich. Mit der jetzigen Erhöhung der
Mineralölsteuer wird diese persönliche Verantwortung quasi von jeder
Österreicherin, jedem Österreicher direkt eingemahnt. Das sollte sich
vor Augen führen, wer da gleich nur an Abzockerei denkt. Die
ökologischen Zerstörungen sind zu weit fortgeschritten, um
Klimaschutz noch quasi gratis einmahnen zu können. Was nicht heißt,
dass etwa die Industrie weniger gefordert wäre.
Pkw- oder Lkw-Verzicht funktioniert freilich nur, wenn die
entsprechenden Alternativen funktionieren. Versickern die
zusätzlichen Möst-Mittel in irgendwelchen Budgetlöchern statt für die
Attraktivierung des öffentlichen Nahverkehrs genutzt zu werden, wird
aus "Klimageld" ein Ärgernis. An dieser Latte wird die Erhöhung zu
messen sein.

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt
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