AGES-Kompetenz schützt die Quelle des Lebens

Das Wasser in Österreich ist von höchster Qualität. Die AGES leistet einen wichtigen Beitrag, damit diese Qualität erhalten bleibt

Wien (OTS) - Österreich gilt als Wasser-Schatzkammer Europas. Die Bevölkerung wird zu 99 Prozent mit Quell- und Grundwasser versorgt -ein Wert, der weltweit einzigartig ist. Damit die Wasserqualität aber so gut bleibt wie sie ist, muss sie regelmäßig überprüft werden. Durch ihre jahrzehntelange Erfahrung und Kompetenz sind die Wasserexperten der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, ein wichtiges Glied in dieser Überprüfungskette. Das Angebot der AGES reicht österreichweit von der Prüfung von Gemeinde-Wasserversorgungsanlagen und Stadtwerken über Wassergenossenschaften bis hin zu privaten Brunnenbesitzern und Lebensmittelbetrieben. Als Komplettanbieter ist die AGES auch in der Lage, die Kontrolle von Kläranlagen, Frei- und Hallenbädern bzw. Bade-Biotopen durchzuführen. Denn auch kleine Badeteiche bzw. Bade-Biotope unterliegen der Untersuchungspflicht - ein Umstand, der nicht immer bekannt ist. "Wir bieten daher auch Daueraufträge für die Untersuchungen von Badewässern und Badestellen an", sagt Dr. Norbert Inreiter, Wasserexperte bei der AGES.

Indikator-Keime zeigen Qualität an

"Unser Wasser ist doch gut, warum müssen wir es kontrollieren lassen?" Diese Frage bekommen Gemeindevertreter nicht selten von ihren Bürgern gestellt. Die Frage lässt sich ganz einfach beantworten: "Nach starken Regenfällen können zum Beispiel Fäkalkeime über Oberflächenwasser in das Trinkwasser gelangen", sagt Inreiter. Das Wasser wird daher auf so genannte Indikator-Organismen überprüft - Bakterien, wie Escherichia coli oder Enterokokken, die sich schnell nachweisen lassen. Findet man solche Indikator-Keime, kann man davon ausgehen, dass auch andere Krankheitserreger vorhanden sein können.

Wesentlich für eine korrekte Analyse ist die korrekte Probenentnahme. Zu dieser gehört auch unbedingt ein Lokalaugenschein, bei dem Umwelteinflüsse, Betriebsbedingungen und bauliche Rahmenbedingungen ebenfalls miterfasst werden. Nur so können Einflüsse, die das Ergebnis der Wasseruntersuchung verfälschen könnten, ausgeschlossen werden. In den AGES-Labors werden die Proben nach international anerkannten und akkreditierten Standards auf die gesetzlich festgelegten chemischen, physikalischen und mikrobiologischen Parameter hin analysiert. Selbstverständlich stehen die AGES-Experten auch für eine fachkundige Beratung zur Verfügung. Sie erläutern die Ergebnisse der Gutachten und zeigen Maßnahmen auf, die gesetzt werden müssen, falls das Wasser nicht trinkfähig ist. Über Stufenkontrollen (Quelle, Hochbehälter, Einzelstränge der Leitungen) können sie die Ursache einer Verunreinigung meist schnell finden.

Auch Schwimmbäder müssen einwandfrei sein

Eine wichtige Voraussetzung für die hygienische Beschaffenheit von Schwimm- und Badebeckenwasser ist - neben der Trinkwasserqualität des Füllwassers - die kontinuierliche Entfernung der vorwiegend durch die Badenden eingebrachten Verunreinigungen. Bei künstlichen Beckenbädern umfasst die Kontrolle der Wasserqualität neben der chemischen Analyse auch die Prüfung, ob die mikrobiologische Anforderungen eingehalten werden. Kriterien dafür betreffen den Fäkalindikatorkeim Escherichia coli, die Bestimmung der Koloniezahl sowie Pseudomonas aeruginosa, dessen Auftreten auf mögliche Mängel bei Reinigung, Desinfektion oder Filterwartung hinweisen kann. Bei Einrichtungen wie Sprudelbecken und erhöhter Wassertemperatur erfordert die Sicherheit der Badegäste auch eine Untersuchung auf Legionellen.

Bei natürlichen Badegewässern sind die durch Badende eingebrachten Verunreinigungen von untergeordneter Bedeutung. Gesundheitliche Risiken können hier vor allem durch Abwassereinleitungen entstehen. Die Ortsbesichtigung ist daher neben der chemischen und mikrobiologischen Untersuchung ein wesentlicher Aspekt bei der wasserhygienischen Untersuchung von natürlichen Badegewässern.

Gefahr im Warmwasser: Legionellen

Legionellen gehören zu den gefährlichsten Erregern von Lungenentzündungen, die oft tödlich enden. Eine Gesundheitsgefährdung besteht dann, wenn legionellenhaltiges Wasser als Aerosol (Wassersprühnebel) mit der Luft eingeatmet wird.

Seit der Entdeckung der Legionärskrankheit im Jahr 1976 wurden in vielen Ländern Überwachungs-Systeme für Legionella-Infektionen eingerichtet. In Österreich obliegt diese Aufgabe der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH. Am AGES-Institut für medizinische Mikrobiologie und Hygiene Wien, gleichzeitig Sitz der nationalen Referenzzentrale für Legionellen, ist seit über 15 Jahren ein nationales Melde- und Überwachungssystem für Legionella-Infektionen etabliert. Seit 2001 ist jeder Verdachts-, Erkrankungs- und Todesfall nach dem Epidemiegesetz meldepflichtig. Die Referenzzentrale ist darüber hinaus in ein europäisches Überwachungssystem eingebunden.

An der nationalen Referenzzentrale werden seit vielen Jahren die epidemiologischen Daten über Legionella-Infektionen in Österreich gesammelt. Die Zahl der gemeldeten Fälle ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, weil sich die diagnostischen Möglichkeiten durch den Legionella-Harnantigen-Test verbessert haben. 2006 wurden in Österreich 69 Fälle von Legionärskrankheit gemeldet. Die Dunkelziffer ist aber nach wie vor hoch und es muss jährlich mit 300 bis 600 Legionella-Infektionen in Österreich gerechnet werden.

Gerade die verzweigten Wassersysteme von Krankenhäusern bieten ein erhöhtes Risiko für eine Legionella-Infektion, aber auch jene von Gebäuden wie Altersheime, Pflegeheime, Hotels sowie von Bädern. Um Infektionen mit Legionellen zu verhindern, müssen daher in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Bädern Routine-Kontrollen der Wassersysteme und offener Kühltürme auf Legionellen erfolgen. In anderen Bereichen wie Hotels und Wohnhausanlagen mit zentraler Warmwasserversorgung muss zumindest eine Abschätzung des Risikos von Legionella-Infektionen mit stichprobenartigen Untersuchungen stattfinden.

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