Wehsely und Landau eröffneten Haus Jona der Caritas

Neue sozial betreute Wohnplätze für ehemals wohnungslose Menschen

Wien (OTS) - Ein neues Angebot für Menschen, die zum Teil lange keine eigene Wohnung mehr hatten und nun in fortgeschrittenem Alter Hilfe und Unterstützung beim Wohnen benötigen, stellt das Haus JONA der Caritas dar. "Das Haus ist auch ein Teil der Umsetzung des Geriatriekonzepts der Stadt Wien, die Finanzierung in Form von Fördermitteln erfolgt durch den Fonds Soziales Wien", erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely bei der Eröffnung des sozial betreuten Wohnhauses in der Cumberlandstraße. "Die BewohnerInnen sind ehemalige PatientInnen des Geriatriezentrums am Wienerwald, die einen betreuten Dauerwohnplatz benötigen." Und Caritasdirektor Michael Landau ergänzte: "Dieses Haus bietet bis zu 50 Frauen und Männern die Möglichkeit, ihren Lebensabend selbstständig und dennoch gut betreut in Würde verbringen zu können."****

Die Caritas-Einrichtung zählt zu den sozial betreuten Wohnhäusern der Wiener Wohnungslosenhilfe. Das Angebot richtet sich vor allem an Frauen und Männer, deren Genesung nach einem Aufenthalt in der Geriatrie soweit fortgeschritten ist, dass sie keine ständige medizinische oder pflegerische Versorgung mehr benötigen. Eine weitere Zielgruppe sind - ältere - Menschen, die ihre Wohnung verloren haben und Unterstützung im Alltag benötigen. 85 Prozent der BewohnerInnen sind Männer, das Durchschnittsalter liegt bei knapp 60 Jahren. Die Hälfte der BewohnerInnen erhält Unterstützung durch eine/n SachwalterIn.

Psychosoziale Probleme, Alkoholabhängigkeit, psychische Erkrankungen und Demenzerkrankungen der BewohnerInnen stellen die BetreuerInnen vor große Herausforderungen. Unterschiedliche Problemlagen erfordern unterschiedliche Hilfestellungen. Manche BewohnerInnen sind mobil und weitgehend selbstständig, brauchen aber Hilfe bei Behördenwegen und der Erledigung von Formalitäten, andere hingegen brauchen räumliche und zeitliche Orientierung und intensivere Betreuung. Die Gruppe der ehemaligen GeriatriepatientInnen leidet auch an mangelnder Mobilität und erhöhter Sturzgefahr und braucht daher ein größeres Ausmaß an Begleitung und Unterstützung. "83 Prozent der BewohnerInnen sind PflegegeldbezieherInnen", betonte Landau. "Sie haben auf Grund ihrer physischen und/oder psychischen Einschränkungen einen erhöhten Unterstützungsbedarf in medizinischen oder alltagspraktischen Belangen und werden von mobilen Diensten betreut."

Das vierstöckige Haus Jona bietet 50 möblierte Kleinwohnungen mit Bad und Kochnische an. Im Erdgeschoß befinden sich Küche und Speisesaal. BewohnerInnen, die nicht in der Lage sind, selbstständig zu kochen, werden hier mit warmen und kalten Speisen sowie Getränken versorgt. Dieses Angebot wird von vielen BewohnerInnen genutzt. Das Haus ist rund um die Uhr mit MitarbeiterInnen besetzt, einmal pro Woche kommt eine praktische Ärztin ins Haus. Eine eigene Gesundheitsberaterin kümmert sich um die Fortsetzung der medizinischen Betreuung und berät in allen Gesundheitsfragen.

Die BewohnerInnen zahlen einen monatlichen Kostenbeitrag in Höhe von 275 Euro (inklusive Heizung und Betriebskosten), AusgleichszulagenbezieherInnen und jene, die über ein ähnlich niedriges Einkommen verfügen, können Mietbeihilfe von der MA 15 beziehen.

Ein multiprofessionelles Team unterstützt die BewohnerInnen dabei, ihr Leben möglichst selbstständig zu bewältigen. "Damit unsere BewohnerInnen nicht vereinsamen, bieten wir auch Freizeitprogramme, wie z.B. Spielerunden, an. Brettspiele werden gerne im Rahmen von Spenden entgegen genommen", so die Leiterin des Hauses, DSA Karin Thallauer, die sich auch über Sachspenden, wie Küchengeschirr freut. Mit Geldspenden können Ausflüge und Eintrittskosten für BewohnerInnen finanziert werden.

o Haus Jona, PSK 7.700.004, BLZ 60.000

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