SP-Hlavac begrüßt Projekt für mehr PolizistInnen mit Migrationshintergrund bei der Wiener Polizei

"Erwarte bundesweite Maßnahmen von Innenminister Platter!"

Wien (SK) - "Ich begrüße alle Maßnahmen, die zu einer Erhöhung des Anteils an Polizistinnen und Polizisten mit Migrationshintergrund führen", so die Integrationssprecherin der SPÖ, Elisabeth Hlavac, zu der geplanten Kampagne der Wiener Polizei und der Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger. ****

Was die geäußerte Kritik anbelangt, stellt Hlavac fest, dass von einer "umgekehrten Diskriminierung" keine Rede sein könne. "Erstens handelt es sich bei den BewerberInnen ausschließlich um österreichische StaatsbürgerInnen, und zweitens werden bei allen Auszubildenden dieselben Qualifikationskriterien angewandt", so Hlavac.

Viele EU-Staaten haben bereits vor 20 Jahren damit begonnen, Migrantinnen und Migranten für eine Bewerbung bei der Polizei zu ermutigen. Zum einen ist es ein Gebot der Gerechtigkeit, dass ZuwanderInnen - im Verhältnis ihres Anteils an der Gesamtbevölkerung - in staatlichen Institutionen, so auch in der Polizei, vertreten sein sollen. Das ist ein wesentlicher Schritt in Richtung erfolgreicher Integration. Zum anderen erwarten sich ExpertInnen auch eine Vereinfachung von Amtshandlungen und größere Erfolge bei der Kriminalitätsbekämpfung, wenn PolizistInnen Kenntnisse beispielsweise der türkischen, serbokroatischen, arabischen oder russischen Sprache und der Mentalität von Opfer- und Tätergruppen besitzen.

"Ich hoffe, dass die Sinnhaftigkeit der Integration von MigrantInnen in die Polizei nicht nur in Wien, sondern auch bundesweit erkannt wird und erwarte mir von Innenminister Platter konkrete Maßnahmen", appelliert Hlavac. (Schluss) gd/mp

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