- 21.03.2007, 12:03:13
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Rumänien: Goldener Boden für Austro-Unternehmen
Leitl: 4.200 österreichische Unternehmen haben 10 Mrd. Euro investiert und geben 130.000 Rumänen Arbeit - Exporte legten um 31,1% zu
Wien (PWK201) - "Rumänien ist nun drei Monate Mitglied der
Europäischen Union, für deren Mitgliedschaft es sich sehr intensiv
vorbereitet hat. Gerade die Wirtschaft hat dafür wertvolle Vorarbeit
geleistet und Grenzen überwunden. Wir haben großen Respekt davor, wie
Rumänien diese Herausforderung der letzten Jahre bewältigt hat",
betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl am Länderforum "Rumänien -
Willkommen in der EU" in der Wirtschaftskammer. Den ganzen Tag stand
die WKÖ im Zeichen Rumäniens - angefangen von Fachvorträgen über
Seminare bis zu einer hochkarätig besetzten Abendveranstaltung mit
Leitl und dem rumänischen Wirtschaftsminister Varujan Vosganian als
Hauptredner.
Österreich habe zu Rumänien besonders intensive Beziehungen, vor
allem in wirtschaftlicher Hinsicht, so Leitl: "Mit Rumänien verbinden
uns die intensivsten Wirtschaftsbeziehungen mit einem
südosteuropäischen Land - Rumänien ist sozusagen ein goldener Boden
für österreichische Unternehmen. Österreich ist der größte
Auslandsinvestor, 4.200 österreichische Unternehmen sind vor Ort
tätig und haben bisher rund 10 Mrd. Euro investiert, 130.000 Rumänen
arbeiten bei österreichischen Firmen in Rumänien, das
Außenhandelsvolumen macht rund drei Milliarden Euro aus und die
bilateralen Handelsbeziehungen boomen." Die österreichischen Exporte
nach Rumänien legten 2006 um 31,1% auf 1,9 Mrd. Euro zu und die
Importe aus Rumänien steigerten sich um 7,6% auf 792 Mio. Euro.
Wirtschaftsminister Vosganian wies die anwesenden Unternehmen
darauf hin, dass die Möglichkeiten für Kooperationen, Exporte und
Investitionen in Rumänien nach wie vor enorm seien und in den
kommenden Jahren durch eine Unzahl an EU-Förderungen noch zunehmen
werden. Vosganian: "Ich danke Österreich für die Unterstützung auf
unserem Weg in die EU und ich lade Sie ein, nach Rumänien zu kommen,
denn wir brauchen nach wie vor Investoren. Unser Land bietet nicht
nur selbst viel, sondern wir sind auch ein Sprungbrett weiter nach
Osten, vor allem in die gesamte Schwarzmeer-Region." Rumänien war im
Vorjahr mit einem BIP-Plus von 8% eine der am schnellsten wachsenden
Volkswirtschaften Europas und auch für die kommenden Jahre rechnen
Experten mit einer Wachstumsrate von sechs bis sieben Prozent. Nach
dem erfolgten EU-Beitritt ist das erklärte Ziel des
Wirtschaftsministers sein Land bis zum Jahr 2014 auch in die
Euro-Zone zu führen.
Bezug nehmend auf die gewaltigen EU-Fördermittel - bis 2013
fließen 30 Mrd. Euro an EU-Geldern nach Rumänien - sagte Walter
Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO), dass "die
österreichische Außenhandelsstelle in Bukarest ein Mitarbeiter nur
für die Bearbeitung von Angelegenheiten betreffend EU-Förderungen und
zur Unterstützung österreichischer Unternehmen am Weg zu diesen
bereit stellt." Die österreichische Wirtschaft sei froh, so Koren,
"dass Rumänien jetzt in die europäische Familie ‚zurück gekehrt’ ist.
Rumänien ist zwar kein direkter Nachbar, aber wir haben mehr als
nachbarschaftliche Beziehungen." (BS)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Presse Mag. Bernhard Salzer Tel.: (++43) 0590 900-4464 Fax: (++43) 0590 900-263 mailto:bernhard.salzer@wko.at http://wko.at/Presse
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