Rumänien: Goldener Boden für Austro-Unternehmen

Leitl: 4.200 österreichische Unternehmen haben 10 Mrd. Euro investiert und geben 130.000 Rumänen Arbeit - Exporte legten um 31,1% zu

Wien (PWK201) - "Rumänien ist nun drei Monate Mitglied der Europäischen Union, für deren Mitgliedschaft es sich sehr intensiv vorbereitet hat. Gerade die Wirtschaft hat dafür wertvolle Vorarbeit geleistet und Grenzen überwunden. Wir haben großen Respekt davor, wie Rumänien diese Herausforderung der letzten Jahre bewältigt hat", betonte WKÖ-Präsident Christoph Leitl am Länderforum "Rumänien -Willkommen in der EU" in der Wirtschaftskammer. Den ganzen Tag stand die WKÖ im Zeichen Rumäniens - angefangen von Fachvorträgen über Seminare bis zu einer hochkarätig besetzten Abendveranstaltung mit Leitl und dem rumänischen Wirtschaftsminister Varujan Vosganian als Hauptredner.

Österreich habe zu Rumänien besonders intensive Beziehungen, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht, so Leitl: "Mit Rumänien verbinden uns die intensivsten Wirtschaftsbeziehungen mit einem südosteuropäischen Land - Rumänien ist sozusagen ein goldener Boden für österreichische Unternehmen. Österreich ist der größte Auslandsinvestor, 4.200 österreichische Unternehmen sind vor Ort tätig und haben bisher rund 10 Mrd. Euro investiert, 130.000 Rumänen arbeiten bei österreichischen Firmen in Rumänien, das Außenhandelsvolumen macht rund drei Milliarden Euro aus und die bilateralen Handelsbeziehungen boomen." Die österreichischen Exporte nach Rumänien legten 2006 um 31,1% auf 1,9 Mrd. Euro zu und die Importe aus Rumänien steigerten sich um 7,6% auf 792 Mio. Euro.

Wirtschaftsminister Vosganian wies die anwesenden Unternehmen darauf hin, dass die Möglichkeiten für Kooperationen, Exporte und Investitionen in Rumänien nach wie vor enorm seien und in den kommenden Jahren durch eine Unzahl an EU-Förderungen noch zunehmen werden. Vosganian: "Ich danke Österreich für die Unterstützung auf unserem Weg in die EU und ich lade Sie ein, nach Rumänien zu kommen, denn wir brauchen nach wie vor Investoren. Unser Land bietet nicht nur selbst viel, sondern wir sind auch ein Sprungbrett weiter nach Osten, vor allem in die gesamte Schwarzmeer-Region." Rumänien war im Vorjahr mit einem BIP-Plus von 8% eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften Europas und auch für die kommenden Jahre rechnen Experten mit einer Wachstumsrate von sechs bis sieben Prozent. Nach dem erfolgten EU-Beitritt ist das erklärte Ziel des Wirtschaftsministers sein Land bis zum Jahr 2014 auch in die Euro-Zone zu führen.

Bezug nehmend auf die gewaltigen EU-Fördermittel - bis 2013 fließen 30 Mrd. Euro an EU-Geldern nach Rumänien - sagte Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (AWO), dass "die österreichische Außenhandelsstelle in Bukarest ein Mitarbeiter nur für die Bearbeitung von Angelegenheiten betreffend EU-Förderungen und zur Unterstützung österreichischer Unternehmen am Weg zu diesen bereit stellt." Die österreichische Wirtschaft sei froh, so Koren, "dass Rumänien jetzt in die europäische Familie ‚zurück gekehrt’ ist. Rumänien ist zwar kein direkter Nachbar, aber wir haben mehr als nachbarschaftliche Beziehungen." (BS)

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