Schmied zur neuen Staatsoperndirektion: Künstler und Manager, Chefdi-rigent erwünscht

Wien (OTS) - Die Struktur der künftigen Staatsoperndirektion ab Herbst 2010 dürfte
feststehen. Kunstministerin Claudia Schmied klärt in der morgen erscheinenden NEWS-Ausgabe eine der diskutiertesten Kultur-Causen des Landes.

Prinzipiell bleibt es bei der aktuellen Aufteilung zwischen einem künstlerischen (derzeit: Ioan Holender) und einem kaufmännischen Leiter (derzeit: Thomas Platzer).

Es kommt aber zu gravierenden Änderungen: Holenders Nachfolger wird ein Künstler sein. Dafür wird die Position des kaufmännischen Leiters stark aufgewertet. Schmied: "Ich denke an mehr Gleichberechtigung auch in der Teamstruktur und in der Wirksamkeit."

Schmied befürwortet zudem die Berufung eines Chefdirigenten (derzeit:Seiji Ozawa): "Wie man das bestmöglich organisiert, entscheidet der künstlerische Leiter. Aber ein eng an das Haus gebundener Spitzendirigent wäre durchaus ein Gewinn."

Zur damit wahrscheinlichen Variante Neil Shicoff - ein Manager -Franz Welser-Möst, Christian Thielemann oder Daniele Gatti sagt die Ministerin nur: "Kein Kommentar." Sie bestätigt allerdings, Shicoff, Welser-Möst und Thielemann demnächst - unter vielen - zum Gespräch zu treffen.

Keine Probleme sieht Schmied für ihren Gesetzesentwurf, durch den die Bundestheater-Holding mit wesentlich mehr Befugnissen ausgestattet wird."Ich halte das für sehr sinnvoll. Mein Ziel ist die Absicherung der Häuser und die bestmögliche Verteilung der Finanzressourcen. Deshalb soll die Holding gestärkt werden. Das muss durch den Ministerrat, und dann entscheidet das Parlament mit einfacher Mehrheit. Ich sehe keine Probleme, weil es mit der Regierungsspitze - auch mit dem Finanzministerium -
akkordiert ist."

Die Ministerin zum Kulturbudget: " Es gibt mehr, aber nicht genug. Ein Schritt ist es jedenfalls, aber es könnte deutlich mehr sein." Eindeutig vom Tisch seien Befürchtungen, es könnten Gelder für schon bewilligte Filmprojekte umgewidmet werden. Schmied: "Das war völlige Unwissenheit, pures Missverständnis. Es gibt deutliche Erhöhungen im Filmbudget, nachhaltige Erhöhungen, mehrjährige Förderung möglich. Wir hatten einen Round table mit Filmschaffenden. Diese Missverständnisse sind ausgeräumt."

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