Causa Zagorec: Anwaltskanzlei will wegen Kroatien EGMR anrufen

Wien (OTS) - Wien - Schwere Vorwürfe erhebt die Kanzlei Lansky, Ganzger und Partner heute gegen die kroatische Justiz in der Causa Zagorec. Bei dem Verfahren gegen ihren Mandanten handele es sich um ein politisches Komplett. Zagorec werde in Kroatien kein faires Verfahren erhalten. Deshalb werde die Kanzlei eine Beschwerde beim EGMR gegen die Republik Kroatien vorbereiten.

"Alle Vorwürfe der kroatischen Seite sind fingiert und entbehren jeglicher Grundlage", so Gabriel Lansky, Anwalt von Vladimir Zagorec. Dem ehemaligen Logistikchef des kroatischen Verteidigungsministeriums wird von den kroatischen Behörden vorgeworfen, im Jahr 2000 bei seinem Ausscheiden aus dem Ministerium, Schmuck im Wert von fünf Millionen US-Dollar entwendet zu haben. Diese hätten als Pfand für die Lieferung des Raketenabwehrsystems S 300 gedient.
"Die Vorwürfe werden von einem inhaftierten, mutmaßlichen Mafiaboss erhoben: Hrvoje Petrac, dieser ist gleichzeitig der Drahtzieher der Entführung des Sohnes von Zagorec", erläutert Lansky.

Das Zustandekommen des Haftbefehls weise gravierende juristische Mängel auf. Zudem sei seinem Mandanten grundsätzliche Rechte wie das Recht auf Verteidigung und das Recht der freien Anwaltswahl nicht eingeräumt worden, so Lansky weiter.
"Der Haftbefehl gegen Vladimir Zagorec basiert auf einem konstruierten Tatbestand und ist unter schweren Mängeln zustande gekommen. Bei der Ausstellung wurde mehrfach geltendes kroatisches Recht verletzt. Man kann davon sprechen, dass die kroatischen Behörden die österreichische Justiz und die Bundespolizei bewusst getäuscht haben", sagt Lansky.

Deshalb bereite Lansky, Ganzger und Partner eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen Menschenrechtsverletzung gegen die Republik Kroatien vor erklärt Lansky abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Georg Brockmeyer
Tel.: +43/1/505 47 01 13
Mobil: +43/664/433 72 74
g.brockmeyer@hochegger.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HOC0001