Auf Gefahren vorbereitet sein, Risiken minimieren

Fachtagung "Integraler Hochwasserschutz" in Wolfurt

Wolfurt (VLK) - Der Integrale Hochwasserschutz als ganzheitlicher, umfassender Ansatz zur Abwehr der Naturgefahr Hochwasser stand heute, Mittwoch, im Mittelpunkt einer Fachtagung in Wolfurt. Sowohl Landesstatthalter Markus Wallner als auch Wasserlandesrat Dieter Egger und Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler zeigten sich überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, um für künftige Hochwasserereignisse gewappnet zu sein.

Integraler Hochwasserschutz versteht sich als Zusammenspiel aller aktiven und passiven Schutzmaßnahmen - von der Risikobeurteilung bis zum Objektschutz - unter Einbeziehung aller Betroffenen. Dementsprechend richtete sich die Veranstaltung an Bürgermeister sowie lokale und regionale Entscheidungsträger, Sicherheitsverantwortliche in Betrieben, Führungskräfte der Feuerwehr, Ziviltechniker sowie alle am Thema Hochwasserschutz Interessierten.

LSth. Wallner erinnerte an die Bewältigung und die Folgen des letzten Hochwassers von 2005. Dem Land sei es gelungen, den Schadensopfern nach dem Motto "wir lassen niemanden hängen" finanziell zu helfen. Beträchtliche Mittel wurden in Hochwassersofortmaßnahmen investiert, aber auch in anderen Aktionsbereichen werde laufend an Verbesserungen gearbeitet. Das Hochwasser habe zudem einmal mehr die Wichtigkeit regionaler Sicherheitsstrukturen aufgezeigt, so Wallner.

Für Landesrat Egger haben die Ereignisse von 1999 und 2005 die Grenzen im Schutzwasserbau und die Notwendigkeit neuer Lösungsansätze aufgezeigt: "Die Natur lässt keine absolute Sicherheit zu. Die Qualität des Hochwasserschutzes verbessern, das Risiko minimieren und mit diesem vernünftig umgehen sind deshalb die wichtigen Aufgaben für die Zukunft. Der Integrale Hochwasserschutz ist ein Erfolg versprechender Lösungsansatz, weil er die Möglichkeiten der räumlichen Vorsorge, des Schutzwasserbaus, des Katastrophenschutzes und des Objektschutzes verbindet."

Im Rahmen der Tagung wurden die verschiedenen Aspekte des Integralen Hochwasserschutzes in den Referaten der Fachleute angesprochen. Als Vertreter des zuständigen Bundesministeriums erläuterte Heinz Stiefelmeyer die Ziele und Grundsätze des österreichischen Aktionsplanes Hochwasserschutz. Andreas Reiterer, Leiter der Wildbach- und Lawinenverbauung, schilderte die Gefahrenzonenpläne und die konkreten Auswirkungen für die Gemeinden. Alexander Jawecki von der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Vorarlberg berichtete über Grundsätze und Erfahrungen bei Maßnahmen zum Hochwasserrückhalt. Andreas Götz vom Schweizer Bundesamt für Umwelt sprach über die Chancen beim Umgang mit dem Hochwasserrisiko. Thomas Rimmele von der Firma Julius Blum präsentierte ein Konzept zum betrieblichen Hochwasserschutz. Der Bezauer Bürgermeister Georg Fröwis erläuterte auf der Basis der Erfahrungen der letzten zwei Jahre über den Objektschutz in der Gemeinde. Im Beitrag von Wasserwirtschafts-Vorstand Thomas Blank schließlich ging es um die gemeinsame Umsetzung des Integralen Hochwasserschutzes in Vorarlberg durch Land und Gemeinden.

Sicherheitslandesrat Schwärzler unterstrich in seinem Resumee nochmals die Vorteile eines integralen Hochwasserschutzkonzeptes: "Es hat sich immer wieder gezeigt, dass Vorarlbergs Bevölkerung im Katastrophenfall auf die hohe Einsatzbereitschaft und gute Zusammenarbeit der Hilfs- und Rettungskräfte vertrauen kann. Nun gilt es die Impulse aus dieser Veranstaltung aufzugreifen, um auf künftige Ereignisse bestmöglich vorbereitet zu sein und Risiken und Schäden minimieren zu können."

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