Wehsely zu Pflege: Bettenmanagement verhilft zum Wunschheim

Zentrale Anlaufstelle unterstützt KlientInnen auf dem Weg zum geförderten Pflegeplatz

Wien (OTS) - Jährlich brauchen und erhalten rund 2.800 WienerInnen einen geförderten Pflegeplatz. Seit der Einführung des "Beratungszentrums Wohn- und Pflegeheime" gibt es für sie eine zentrale Anlaufstelle, die die Aufnahme von KlientInnen aus allen Bereichen - städtischen und privaten Krankenhäusern oder aus Privatwohnungen - abwickelt. Wer einen Pflegeplatz braucht, wendet sich an das Team des Beratungszentrums "Wohn- und Pflegeheime" beim Fonds Soziales Wien, das für ein persönliches Gespräch (Fonds Soziales Wien, Guglgasse 7-9, Erdgeschoß, 1030 Wien, Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 12.00 Uhr, Donnerstag von 8.00 Uhr bis 17.30 Uhr) sowie für telefonische Beratung unter 01/ 4000-66580 gerne zur Verfügung steht. Aus dem vielfältigen Pflege- und Betreuungsangebot werden so gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen jene Leistungen und Einrichtungen ausgewählt, die den Bedürfnissen aller am besten entsprechen. Rund 50 Prozent der Betroffenen werden in gemeinnützigen Institutionen versorgt, rund 50 Prozent in städtischen Einrichtungen. Das zentrale Bettenmanagement wurde im Auftrag der Geschäftsgruppe Gesundheit und Soziales in enger Kooperation von Wiener Krankenanstaltenverbund und Fonds Soziales Wien entwickelt.****

"Die Stadt Wien stellt beim Thema Pflege den Menschen in den Mittelpunkt. Alle Menschen, die in Wien einen geförderten Pflegeplatz brauchen, bekommen ihn auch. Schon jetzt können 95 Prozent der KlientInnen gemeinnütziger Pflegeheime in ihrem Wunschheim untergebracht werden. Nur 15 Prozent der KlientInnen städtischer Pflegeheime erhalten einen anderen Platz als in ihrem Wunschheim. Das zentrale Bettenmanagement trägt dazu bei, die Bedürfnisse aller Wiener KlientInnen optimal zu befriedigen", erklärte Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, und KAV-Pflegeheimdirektor Dr. Roland Paukner. "Das ist ein weiterer Schritt zur Umsetzung des Wiener Pflegekonzepts." Die Stadt Wien investiert jährlich 510,8 Millionen Euro in den stationären Pflegebereich.

Bis 2015 wird die Stadt Wien gemeinsam mit gemeinnützigen Trägern ein dichtes Netz von kleineren, modernsten Pflegeeinrichtungen errichten. Damit wird die Zahl der Pflegeplätze von derzeit 8.500 auf insgesamt 10.000 erhöht. Sechs neue Geriatriezentren werden von der Stadt Wien errichtet: in der Leopoldstadt, in Favoriten, Simmering, Meidling, Baumgarten und Liesing. Neue innovative Einrichtungen werden darüber hinaus in den Bezirken Hietzing, Ottakring und Döbling entwickelt. Die Heime bieten Pflege auf höchstem Niveau in wohnlichem Ambiente. Auch das ambulante Angebot wird weiterentwickelt.

Klare Worte gibt es von Wehsely für den Entwurf des Hausbetreuungsgesetzes von Wirtschaftsminister Bartenstein: "Der Bartenstein-Entwurf ist ein hervorragendes Modell, um den Betreuungsbedarf der Oberschicht zu decken, ohne auf die Bedürfnisse der arbeitenden Menschen Rücksicht zu nehmen. Für die überwiegende Mehrheit der WienerInnen wäre es allerdings dringend nötig, dass sich der Bund endlich auch substanziell in die Pflegedebatte einbringt. Wir brauchen eine tragfähige Einigung zwischen Bund und Ländern über die Finanzierung im Pflegebereich", so Wehsely.

"One Stop Shop"

Bei der Einführung des zentralen Bettenmanagements wurde seitens der Stadt Wien auf KundInnenfreundlichkeit und -orientierung gesetzt. Dies kommt durch das Prinzip des "One Stop Shop", also der Betreuung der KlientInnen durch nur jeweils eine/n BeraterIn, beim zentralen Bettenmanagement zum Ausdruck. "Als Grundsatz galt hier: Weg von der alten KundInnenverwaltung hin zum modernen KundInnenservice", betonte Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien. Weiter: "Die MitarbeiterInnen des zentralen Bettenmanagements wickeln die Aufnahme in städtische und gemeinnützige Pflegeheime ab, übernehmen die Beratung und können auch am besten beurteilen, was als Akutfall zu gelten hat und damit vorgereiht wird."

Beschleunigte Aufnahme nach KundInnenbedürfnissen

Bei rund 2.800 Aufnahmen im Jahr muss bei der Wahl des Heimes nach verschiedenen Kriterien vorgegangen werden. Wichtig ist dabei vor allem der pflegerische Bedarf der jeweils Betroffenen. "Wir klären ab, ob die Kundin oder der Kunde einen Heimplatz braucht oder der ambulante Weg im Einzelfall der bessere ist. Darüber hinaus klären wir die Dringlichkeit der Betreuungsmaßnahmen, abhängig vom Gesundheitszustand der KlientInnen, sowie Betreuungsmöglichkeiten durch Angehörige. Unsere BeraterInnen überprüfen die jeweiligen Leistungsangebote der einzelnen Heime und loten die Wünsche der KlientInnen aus. Zuletzt wird selbstverständlich auch die individuelle Finanzierbarkeit geklärt", so Hacker.

Gemeinsam und koordiniert für maßgeschneiderte Pflege und Betreuung

"Wir müssen weg von der Vorstellung, stationäre Pflege ist schlecht und ambulante Pflege ist per se gut. Die Stadt Wien setzt mit einem Blumenstrauß an unterschiedlichsten Leistungen darauf, allen Menschen das anzubieten, was sie wirklich brauchen", konstatierte KAV-Pflegeheimdirektor Dr. Roland Paukner. "Ohne die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Wiener Krankenanstaltenverbund und Fonds Soziales Wien wäre dies nicht möglich."

Im Rahmen dieser Kooperation deckt der Fonds Soziales Wien das Pflegenetzwerk über die acht Beratungszentren "Pflege und Betreuung" für die ambulante Pflege und das Beratungszentrum "Wohn- und Pflegeheime" für die stationäre Pflege ab. Der Wiener Krankenanstaltenverbund ist für die Spitäler und Geriatriezentren der Stadt Wien zuständig. KundInnen müssen sich die Leistung nicht selber suchen, sondern werden an eine Institution vermittelt, die die Leistung erbringt. Die finanzielle Unterstützung erfolgt über die Subjektförderung des Fonds Soziales Wien. "Damit ist für alle Wienerinnen und Wiener, unabhängig von ihrer finanziellen Situation, sichergestellt, dass sie einfach und effizient das für sie maßgeschneiderte Pflege- und/oder Betreuungsmodell erhalten", schloss Paukner.

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