Jugendliche befürworten mehr Aufklärungsarbeit in Sachen Verkehrssicherheit

Welchen Stellenwert hat Verkehrssicherheit bei Österreichs Jugendlichen? Eine Studie des KfV und des Instituts für Jugendforschung zeigt: Eltern haben einen großen Einfluss.

Wien (OTS) - Ziel der noch laufenden Studie "Jugend - mobil & sicher", gefördert vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds ist es, Maßnahmen zu entwickeln, die speziell bei jugendlichen Risikolenkern wirken. Nach wie vor gehört die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen Lenker zu den Hochrisikogruppen im Straßenverkehr. Allein im Zeitraum Jänner bis November 2006 verunglückten 95 18- bis 24-Jährige Lenker auf Österreichs Straßen tödlich - gemessen an allen tödlich verunglückten Lenkern macht diese Gruppe einen Anteil von 20 Prozent aus. "Um die Zahl der Unfälle mit jungen Menschen auf Österreichs Straßen kontinuierlich zu senken, müssen wir wissen wie Jugendliche denken und inwiefern das Thema Verkehrsicherheit für sie eine Rolle spielt. Nur so kann eine wirksame Verkehrssicherheitsarbeit stattfinden", sagt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).
Im Rahmen der Studie wurden zehn Fokusgruppen mit je sechs bis zehn Jugendlichen im Alter von 16 bis 22 Jahren befragt.

Für Fahrsicherheitstrainings und mehr Kontrollen

"Interessant sind für uns diejenigen Aussagen, die von allen Gruppen gemacht worden sind. Auf dieser Grundlage können wir Maßnahmen entwickeln, die bei den Jugendlichen eine größtmögliche Wirkung erzielen", erklärt Thann.
Folgende vier Maßnahmen wurden wiederholt in den Gruppeninterviews genannt:

  • Mehr Training und Aufklärung
  • Mehr abschreckende Botschaften und Bilder
  • Botschaften von Jugendlichen an Jugendliche
  • Mehr Kontrollen und härtere Strafen, vor allem bei Alkoholdelikten

Die Jugendlichen sprechen sich vor allem für mehr Aufklärungsarbeit in der Schule aus. Dabei ist es ihnen wichtig, dass Betroffene zu Wort kommen und mit drastischen Botschaften gearbeitet wird. Auch der Vorschlag, mehr Fahrsicherheitstrainings anzubieten wurde immer wieder betont. In Bezug auf Kampagnen und Werbung plädierten die Jugendlichen für mehr Wirklichkeitsnähe und für so genannte "Schockkampagnen".

Nicht zu unterschätzen: Vorbild Eltern

Der Einfluss der Eltern ist bei jugendlichen Lenkern ein nicht zu unterschätzender Faktor. "Mehrere Jugendliche haben vorgeschlagen, Eltern in die Verkehrssicherheitsarbeit mit einzubeziehen und sie zu beraten. Die Jugendlichen selbst haben darauf hingewiesen, dass Eltern die Verkehrsstrafen ihrer Kinder nicht bezahlen sollten, damit den jungen Lenkern die Konsequenz ihres Handelns richtig bewusst wird", sagt Thann. Verkehrssicherheit ist den jugendlichen Verkehrsteilnehmern durchaus ein Anliegen. Kommunikation unter den Jugendlichen selbst, in der Schule und mit den Eltern ist dabei der ausschlaggebende Faktor. "Es ist ein durchaus positives Ergebnis der Studie, dass Jugendliche sich mit dem Thema Unfallprävention und Verkehrssicherheit sehr wohl auseinandersetzen. Als wichtigste Erkenntnis für uns nehmen wir daraus mit, dass Verkehrssicherheitsarbeit für Jugendliche unter Einbeziehung der Jugendlichen geleistet werden muss. Die Studie `Jugend - mobil und sicher´ wird in dieser Hinsicht wesentliche Meilensteine setzen und Grundlagen dafür schaffen, dass Verkehrssicherheitsarbeit von Jugendlichen für Jugendliche stattfindet", freut sich Thann.

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Mag. Kerstin Gardill
Kuratorium für Verkehrssicherheit
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