- 21.03.2007, 10:02:02
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Jugendliche befürworten mehr Aufklärungsarbeit in Sachen Verkehrssicherheit
Welchen Stellenwert hat Verkehrssicherheit bei Österreichs Jugendlichen? Eine Studie des KfV und des Instituts für Jugendforschung zeigt: Eltern haben einen großen Einfluss.
Wien (OTS) - Ziel der noch laufenden Studie "Jugend - mobil &
sicher", gefördert vom Österreichischen Verkehrssicherheitsfonds ist
es, Maßnahmen zu entwickeln, die speziell bei jugendlichen
Risikolenkern wirken. Nach wie vor gehört die Gruppe der 18- bis
24-Jährigen Lenker zu den Hochrisikogruppen im Straßenverkehr. Allein
im Zeitraum Jänner bis November 2006 verunglückten 95 18- bis
24-Jährige Lenker auf Österreichs Straßen tödlich - gemessen an allen
tödlich verunglückten Lenkern macht diese Gruppe einen Anteil von 20
Prozent aus. "Um die Zahl der Unfälle mit jungen Menschen auf
Österreichs Straßen kontinuierlich zu senken, müssen wir wissen wie
Jugendliche denken und inwiefern das Thema Verkehrsicherheit für sie
eine Rolle spielt. Nur so kann eine wirksame
Verkehrssicherheitsarbeit stattfinden", sagt Dr. Othmar Thann,
Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV).
Im Rahmen der Studie wurden zehn Fokusgruppen mit je sechs bis zehn
Jugendlichen im Alter von 16 bis 22 Jahren befragt.
Für Fahrsicherheitstrainings und mehr Kontrollen
"Interessant sind für uns diejenigen Aussagen, die von allen Gruppen
gemacht worden sind. Auf dieser Grundlage können wir Maßnahmen
entwickeln, die bei den Jugendlichen eine größtmögliche Wirkung
erzielen", erklärt Thann.
Folgende vier Maßnahmen wurden wiederholt in den Gruppeninterviews
genannt:
- Mehr Training und Aufklärung
- Mehr abschreckende Botschaften und Bilder
- Botschaften von Jugendlichen an Jugendliche
- Mehr Kontrollen und härtere Strafen, vor allem bei Alkoholdelikten
Die Jugendlichen sprechen sich vor allem für mehr Aufklärungsarbeit
in der Schule aus. Dabei ist es ihnen wichtig, dass Betroffene zu
Wort kommen und mit drastischen Botschaften gearbeitet wird. Auch der
Vorschlag, mehr Fahrsicherheitstrainings anzubieten wurde immer
wieder betont. In Bezug auf Kampagnen und Werbung plädierten die
Jugendlichen für mehr Wirklichkeitsnähe und für so genannte
"Schockkampagnen".
Nicht zu unterschätzen: Vorbild Eltern
Der Einfluss der Eltern ist bei jugendlichen Lenkern ein nicht zu
unterschätzender Faktor. "Mehrere Jugendliche haben vorgeschlagen,
Eltern in die Verkehrssicherheitsarbeit mit einzubeziehen und sie zu
beraten. Die Jugendlichen selbst haben darauf hingewiesen, dass
Eltern die Verkehrsstrafen ihrer Kinder nicht bezahlen sollten, damit
den jungen Lenkern die Konsequenz ihres Handelns richtig bewusst
wird", sagt Thann. Verkehrssicherheit ist den jugendlichen
Verkehrsteilnehmern durchaus ein Anliegen. Kommunikation unter den
Jugendlichen selbst, in der Schule und mit den Eltern ist dabei der
ausschlaggebende Faktor. "Es ist ein durchaus positives Ergebnis der
Studie, dass Jugendliche sich mit dem Thema Unfallprävention und
Verkehrssicherheit sehr wohl auseinandersetzen. Als wichtigste
Erkenntnis für uns nehmen wir daraus mit, dass
Verkehrssicherheitsarbeit für Jugendliche unter Einbeziehung der
Jugendlichen geleistet werden muss. Die Studie `Jugend - mobil und
sicher´ wird in dieser Hinsicht wesentliche Meilensteine setzen und
Grundlagen dafür schaffen, dass Verkehrssicherheitsarbeit von
Jugendlichen für Jugendliche stattfindet", freut sich Thann.
Rückfragehinweis:
Mag. Kerstin Gardill Kuratorium für Verkehrssicherheit Marketing & Kommunikation Tel.: 05 77 0 77-1906 E-Mail: kerstin.gardill@kfv.at www.kfv.at
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