Wiener Polizeigewerkschaft ruft zur Vernunft auf

Appell um Unterstützung für die wahren Probleme der Polizei

Wien (PG/ÖGB) - "Ein widerliches Schauspiel was da getrieben wird. Das schadet der Polizei, nützt der Kriminalität und gefährdet letztendlich die Sicherheit der Bevölkerung", sind der Vorsitzende des Fachausschusses der Personalvertretung der Wiener Polizei, Harald Segall, und sein Stellvertreter Josef Sbrizzai über die Vorgänge in der Wiener Polizei empört. Die beiden Gewerkschafter rufen nun zur Vernunft auf und appellieren an die Bevölkerung, sie bei der Lösung der wahren Probleme der Wiener Polizei zu unterstützen.++++

Nach Ansicht der beiden Personalvertreter werden jetzt die "Früchte der Polizeireform von Strasser und seines Generals Franz Lang im wahrsten Sinne des Wortes geerntet". Dazu komme noch, dass Personalentscheidungen eher nach der Farbenlehre als nach der fachlichen Qualifikation getroffen wurden und werden. Segall und Sbrizzai: "Wir können uns des Eindruckes nicht erwehren, dass die derzeit widerlichen Vorgänge manchen gelegen kommen, um die wahren Probleme zu vertuschen."

Woran es wirklich krankt soll offensichtlich verschwiegen werden. Segall und Sbrizzai zählen auf:

o Personaleinsparung bei gleichzeitig steigender Kriminalität
o Überstundenflut und extreme Überlastung der KollegInnen
o falsches Dienstzeitsystem - ländliches System für eine Großstadt o Verwaltungsbelastung - PAD-System brachte zusätzliche Verwaltungsaufgaben
o Übernahme kriminaldienstlicher Aufgaben durch StreifenpolizistInnen

Da offensichtlich die Verantwortlichen bis hin zum neuen Minister wegen "anderer wichtiger Verrichtungen" für die wahren Probleme der Wiener Polizei keine Zeit haben, appellieren die beiden Personalvertreter an die Bevölkerung. Segall und Sbrizzai: "Wir Wiener PolizistInnen verstehen uns als Dienstleister für die Menschen. Unser Platz ist dort, wo die Bevölkerung uns braucht. Jetzt können wir nur ersuchen, uns bei der Lösung unserer Probleme zu unterstützen. Wir wollen nichts anderes, als dass die mehr als 5.000 Wiener PolizistInnen weiterhin bestens im Sinne der Bevölkerung arbeiten können."(ff)

ÖGB, 21. März 2007 Nr. 197

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