FPÖ: Unverdaulicher Globalisierungswahn

Hofer: "Heimische Lebensmittel gelangen in den Export weil Unmengen billiger, minderwertiger Importe unsere Märkte überschwemmen"

Wien (OTS) - Eine einzelne südafrikanische Weintraube verursacht auf ihrem über 9.000 Kilometer langen Weg nach Österreich rund 25g CO2. Einen ähnlichen Beitrag zur Klimaerwärmung leistet jede einzelne Nordseekrabbe, die per Lastwagen nach Marokko reist, um dort geschält zu werden und alsbald den Rückweg zum Hamburger Fischmarkt anzutreten.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Neben diesen Umweltbelastungen, die den globalisierungsbeförderten freien Handel als obersten Klimasünder entlarven, weisen die weitgereisten Nahrungsmittel noch weitere Unerfreulichkeiten auf. Seit Jahr und Tag zeigen Lebensmittelkontrollen, daß heimische Frischwaren kaum, importiertes Obst und Gemüse aber mit teilweise akut gesundheitsbedrohlichen Pestizid- Konzentrationen belastet sind. Die Interessen von Transporteuren und Zwischenhändlern werden demnach höher bewertet als der Schutz der Konsumenten."

Dabei wäre die Rechnung für Josef Pröll und die selbsternannten Brüsseler Klimapäpste ganz einfach. Jeder Kilometer, den Nahrungsmittel vom Ort ihrer Ernte zur Küche des Verbrauchers NICHT zurücklegen, kommt im Mindesten dem Klima zugute. Die Bevorzugung regional verfügbarer Frischwaren zu fördern wäre deshalb das Gebot der Stunde.

Hofer: "Würden in Österreich nur um ein Drittel mehr heimische Lebensmittel konsumiert, käme das nicht nur der unter Josef Prölls Regie mit einem langjährigen Defizit versehenen Klimabilanz zugute. Ein um 6,3 Milliarden höheres Bruttoinlandsprodukt und mehrere Zehntausend neuer Arbeitsplätze wären die erfreulichen Begleitumstände."

Solange aber hochwertige österreichische Lebensmittel massenhaft nach Italien, Deutschland und Großbritannien exportiert werden, während unreif geerntete, schadstoffreiche und nährwertarme Feldfrüchte zu uns gelangen, bleiben alle übrigen Erörterungen zu Klima- und Konsumentenschutz von begrenzter Glaubwürdigkeit.

Norbert Hofer: "Was den Zynismus dieses Systems besonders unterstreicht ist die Tatsache, daß der mit minderwertigen Nahrungsmittelsurrogaten verköstigte Konsument in seiner Rolle als Steuerzahler für jene immensen Umweltreparaturkosten aufzukommen hat, die der Transport der weitgereisten Unfrüchte verursacht."

Die FPÖ fordert daher die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die über 500 km reisen müssen, bevor sie in die Regale der heimischen Supermärkte geschlichtet werden und wird dies auch im Nationalrat beantragen.

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