• 21.03.2007, 08:01:00
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FPÖ: Keine Fördermittel für Sequestierung von Treibhausgasen

Hofer: "Sowohl teure als auch unsichere und deshalb ungeeignete Alternative zu Emissionsreduktionen"

Wien (OTS) - Im norddeutschen Havelland erfolgen die ersten
Probebohrungen des 35 Millionen Euro teuren Projekts "CO2 Sink".
Finanziert wird das Abenteuer mit ungewissem Ausgang von Deutschland,
der EU und privaten Unternehmen. Zweck der Bohrungen ist es, durch
die Bohrlöcher demnächst 100 Tonnen verflüssigtes CO2 pro Tag ins
Erdinnere zu pressen.

Bereits in diesem Sommer soll damit begonnen werden, insgesamt 60.000
Tonnen reines Kohlendioxid in über 700 Meter tiefe Sandsteinschichten
zu befördern. Der sogenannte Speicher, der von angeblich
undurchlässigen Tonschichten ummantelt wird, soll für mehrere
Jahrmillionen dicht bleiben.

FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer: "Messgeräte sollen in Folge
erheben, wie sich das versenkte CO2 in seinem irdenen Gefängnis
verhält, ob und welche Auswirkungen es auf umliegende
Gesteinsschichten und vor allem das Grundwasser hat. Ich frage mich:
Wozu bringen wir unseren Kindern bei, erst zu denken und dann zu
sprechen, wenn wir ihnen mit dermaßen unklugem Beispiel vorangehen?
Wie bei so vielen anderen >Segnungen< des Fortschritts, die sich bald
als Flüche erwiesen, geht man nach dem Motto vor: erst tun, dann
prüfen und, wenn notwendig, reparieren."

Angesichts der enormen Investitionen und der Unabsehbarkeit der
Folgen, ist die CO2-Sequestrierung derzeit und wohl auch in Zukunft
keine Alternative zu erhöhter Energieeffizienz und einem nachhaltigen
Ausbau erneuerbarer Energieträger. Hofer: "Für mit öffentlichen
Geldern finanzierte Experimente privater Interessen ist der Bereich
der Energieversorgung zu sensibel. Die mit oder ohne CO2 in
Bohrlöchern versenkten Steuermillionen können sehr viel sinnvoller
eingesetzt werden als in dem als CO2-Bunker konzipierten
Ablenkungsmanöver der Emissions-Verursacher. Daher kommt es für mich
nicht in Frage, derartige Abenteuer in Österreich mit öffentlichen
Mitteln zu unterstützen."

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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